Fliegen einmal anders! Der Flug in einem Breitling-Jet verlangt selbst den hartgesottenen NHL-Spielern einiges ab.
Bevor sie mit den Breitling-Jets abheben, haben sie noch gut lachen: Die NHL-Spieler Mark Streit (34, NY Islanders), Rafael Diaz (26), Yannick Weber (23, beide Montreal) und Roman Josi (22, Nashville) scherzen noch über den bevorstehenden Flug mit dem Albatros L39, dessen Höchstgeschwindigkeit 750 Km/h beträgt und der eine Maximalkraft von 8 G erzeugen kann.
Als sie dann aber die Show der Breitling-Patrouille verfolgen, wird ihnen schon etwas mulmig. Und die Gesichtsfarbe wird sich nach dem Gastflug bei allen Hockeyspielern verändern. Nebst den NHL-Söldnern wagen auch Andrej Bykow (24, Fribourg) und Reto Berra (25, Biel) das Abenteuer.
Julien Sprunger (26, Fribourg) und Kevin Lötscher (24, Bern) müssen aus gesundheitlichen Gründen auf einen Jet-Flug verzichten. Sprunger vorsorglich wegen Nackenproblem, und bei Unfallopfer Lötscher hat das Ärzteteam der Flugstaffel davon abgeraten.
Dieses einmalige Erlebnis können einige mehr geniessen als andere. Berra ist nach der Landung ziemlich fertig: «Nach dem ersten Looping konnte ich nicht mehr. Ich bin fast ohnmächtig geworden.» Weitere Manöver habe er dann lieber ausgelassen. Lachen kann der Torhüter aber bald wieder. Auch Verteidiger Weber hat mit den wirkenden G-Kräften so seine liebe Mühe. «Mir wurde es schlecht. Man spürt diese Kräfte extrem, da schlägt es dir fast den Magen ins Gesicht», sagt Weber. Für die NHL-Spieler gehört das Fliegen zum Saisonalltag, «aber im Vergleich hierzu ist das ja wie Carfahren».
Auch Verteidiger-Talent Josi muss gegen die Ohnmacht ankämpfen: «Aber die Drehungen waren cool, die spürt man schon im Magen.» Islanders-Captain Streit, der bereits zum zweiten Mal einen solchen Jet-Flug erlebt, ist abermals begeistert und fasziniert zugleich. «Beim Looping bin ich wie eine Puppe in den Gurten gehangen. Der Start in dieses Looping ist krass. Ich ziehe den Hut vor jedem Piloten», so Streit.
Und weil der Adrenalinkick noch nicht genügt für diesen herrlichen Sommertag, setzen alle Hockeyspieler noch einen Tandem-Fallschirmsprung drauf. «Dabei war ich viel nervöser», gesteht Verteidiger Diaz, «als die Türe aufging auf 3500 Metern vor dem Sprung, das war extrem.»
Ein besonderes Erlebnis «zum Trost» wagen Lötscher und Sprunger noch. Als «Skywalker» stellen sie sich auf den oberen Flügel eines Doppeldeckers und geniessen in dieser Position einen Rundflug. «Das war ein Gefühl wahrer Freiheit», sagt Lötscher nach der Landung mit einem breiten Grinsen.