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Für seine fantastischen Leistungen wurde Hiller letzte Saison mit einem Aufgebot für das Allstar-Game belohnt. Danach stürzte er ab. 2011 wurde für den Appenzeller zum Seuchenjahr. Mysteriöse Gleichgewichtsstörungen setzten ihn monatelang ausser Gefecht. Er musste tatenlos zusehen, wie die Anaheim Ducks gegen Nashville aus den Playoffs rasselten.
Erst in dieser Saison kehrte Hiller aufs Eis zurück. Verständlicherweise konnte er nicht gleich wieder auf Weltklasse-Niveau spielen. Seine Sicherheit und sein Selbst-vertrauen waren weg. Fans, Medien und Teamkollegen begannen an ihm zu zweifeln. Hiller musste sich schrittweise an sein altes Leistungsvermögen herantasten. Mit ihrem um Konstanz ringenden Goalie stürzten die Ducks in ein grosses Tief.
Trainer Randy Carlyle wurde durch Bruce Boudreau ersetzt. General-Manager Bob Murray drohte seinen Stars mit dem Ausverkauf.
Während Hillers Abwehrquote unter 90 Prozent sank, wuchs der Rückstand auf die Playoff-Plätze auf 20 Punkte an. Nur noch einige Träumer glaubten an eine wundersame Aufholjagd.
Doch jetzt sieht alles anders aus. Die Ducks sind im Höhenflug. Hiller ist heiss gelaufen. Der Goalie, der letzte Woche seinen 30. Geburtstag feierte, ist kaum mehr zu bezwingen.
In jedem Spiel steht er im Tor. Von den letzten 19 Partien hat er 13 gewonnen, dabei 93,3 % aller Schüsse abgewehrt und nur 1,73 Tore pro Spiel zugelassen.
In der Nacht auf Montag gelang Hiller gegen Florida der dritte Shutout der Saison und er wurde zum besten Spieler gewählt. Zudem kürte ihn die NHL neben Spezza (Ottawa) und Wheeler (Winnipeg) zum Star der Woche. «Unser Goalie hat wirklich gut gespielt», sagt Ducks-Stürmer Niklas Hagman, der 2005 zusammen mit Hiller mit dem HC Davos Schweizer Meister wurde.
Seine Vorderleute hätten nun wieder Vertrauen in ihn und umgekehrt, erklärt der Schweizer Star-Goalie, der 4,5 Mio. Dollar pro Jahr verdient.
Anaheims Rückstand auf Calgary und einen Playoff-Platz beträgt jetzt nur noch fünf Punkte.
«Wir müssen praktisch jedes Spiel gewinnen», so Hiller. «Wir können uns kein Tief mehr leisten.»