Eishockey in der Wüste Las Vegas rüstet sich für die NHL

In der Nachbarschaft von Casinos und Luxus-Hotels wird ab nächster Saison in Las Vegas NHL-Eishockey gespielt.

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Während mit dem letztjährigen ZSC-Lions-Gast Auston Matthews (19) ein Junge aus dem Wüstenstaat Arizona daran ist, bei den Toronto Maple Leafs die National Hockey League zu erobern, setzt die Liga selbst einen Fuss in die Wüste.

2000 hatte die NHL ihre ­Expansion, die sie seit 1967 von 6 auf 30 Teams anschwellen liess (siehe unten), fürs Erste ­abgeschlossen. Doch nächste Saison geht es weiter: Erstmals ­erhält die Spieler-Metropole Las Vegas ein Team in einer der vier grossen nordamerikanischen Profi-Ligen: die Vegas Golden Knights (goldene Ritter). Und bald dürfte auch die Football-­Liga NFL mit den Raiders, die derzeit in Oakland beheimatet sind, ihr Glück mitten in der Wüste von Nevada versuchen.

Bei den Golden Knights musste alles ganz schnell gehen. Seit die Liga immer Sommer das Eintrittsticket für schlappe 500 Millionen Dollar an die Franchise in Las Vegas verkauft hat, verpflichtete der texanische Mehrheitsaktionär Bill Foley (71) in Windeseile eine Crew und mit George McPhee (ex Washington Capitals) einen General Manager.

Team steht erst im Juni 2017

Das Stadion ist schon bereit. Die T-Mobile Arena, die direkt am Strip, dem berühmten, glamourösen Boulevard mit den Grand Casinos und Luxushotels, liegt und 17'500 Fans Platz bietet, wurde im letzten April eröffnet. Dass sie während den Eishockeyspielen gut gefüllt sein wird, scheint sicher. Denn schon vor der offiziellen Aufnahme in die NHL wurden 13'800 Saisonkarten abgesetzt. «Las Vegas ist so etwas von bereit dafür, neben dem Strip endlich etwas Eigenes zu haben», sagt Foley. Zudem hofft man in Vegas, wo die Hotels im Winter jeweils nur halb ausgelastet sind, mit den Sport-Teams Touristen anzuziehen.

Nur eine Mannschaft haben die Golden Knights noch nicht. Diese wird sich McPhee erst nächstes Jahr im Juni beim ­«Expansion Draft» zusammenstellen können. Dabei darf er sich von jedem der 30 bisherigen Teams einen Spieler mit mindestens zwei Jahren NHL-Erfahrung auswählen. Die Klubs dürfen nur entweder sieben Stürmer, drei Verteidiger und einen Goalie oder acht Feldspieler ihrer Wahl plus ­einen Torhüter blockieren. Vielleicht landet ja auch ein Schweizer in Las Vegas.

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Die NHL-Expansion
1967
: Zu den «Original Six» (Boston Bruins, Chicago Blackhawks, Detroit Red Wings, Montreal Canadiens, New York Rangers und Toronto Maple Leafs) kommen weitere sechs Teams: Los Angeles Kings, Philadelphia Flyers, Pittsburgh Penguins, St. Louis Blues, California Seals und Minnesota North Stars. Die letzteren Beiden fusionieren 1978, ehe das Team 1993 nach Dallas weiterzieht.

1970: Buffalo Sabres und Vancouver Canucks.

1972: New York Islanders und Atlanta Flames (ab 1980 Calgary).

1974: Washington Capitals und Kansas City Scouts (ab 1976 Colorado Rockies und ab 1982 New Jersey Devils).

1979: Vier Teams aus der Konkurrenz-Liga WHA stossen zur NHL: Edmonton Oilers, Québec Nordiques (ab 1995 Colorado Avalanche), Winnipeg Jets (ab 1996 Phoenix bzw. Arizona Coyotes) und Hartford Whalers (ab 1997 Carolina Hurricanes).

1991: San Jose Sharks.

1992: Ottawa Senators und Tampa Bay Lightning.

1993: Florida Panthers und Mighty Ducks of Anaheim.

1998: Nashville Predators.

1999: Atlanta Thrashers (ab 2011 Winnipeg Jets).

2000: Columbus Blue Jackets und Minnesota Wild.

2017: Vegas Golden Knights.

Publiziert am 07.12.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017
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