Nati durch Fleischwolf gedreht Viele Verletzte! Ist unsere Liga zu weich?

  • Publiziert: 14.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012

MÜNCHEN (DE) - Die Schweizer Nati offenbart am Deutschland Cup physische Schwächen. Ist die heimische Liga Schuld?

«Sind sie zu stark, bist du zu schwach.» Dieser berühmte Werbespruch eines englischen Bonbon-Herstellers trifft leicht abgeändert auf die Schweizer Eishockey-Spieler zu: Sind die Regeln zu hart, wirst du zu weich.

Denn beim Deutschland Cup in München war das Spiel auf den Mann das grosse Manko der Schweizer Nati. Der Gesamteindruck: Wir sind physisch überfordert.

Ist die hysterische Regelauslegung in der heimischen NLA der Grund dafür? Aufgrund zahlreicher Hirnerschütterungen zu Beginn der aktuellen Saison zücken die Schiedsrichter ihre Pfeifen wohl etwas zu voreilig.

Fakt ist, dass Deutsche und Amerikaner uns in der Olympiahalle quasi durch den Fleischwolf drehten. Das Simpson-Team wurde in den Senkel gestellt – und keiner schlug zurück.

Passend dazu das Verletzungspech der Schweizer. Kevin Romy (Schulter), John Gobbi (Knie), Eric Blum (Hüftprellung) und Simon Moser (Gehirnerschütterung) blieben allesamt auf der Strecke. Hinzu kam im letzten Spiel gegen die Slowakei Goalie Manzato, der nach rund 15 Minuten vom Eis musste (Oberschenkelprellung).

Es gab aber auch Lichtblicke im Spiel der Schweizer: Allen voran Ambri-Youngster Inti Pestoni. Der 20-Jährige erzielte in seinem ersten Länderspiel gegen die Slowakei gleich ein Tor. Damit begiebt er sich in den Kreiss grosser Namen wie Roman Wick oder Romano Lemm. In der Verteidigung vermochte Fribourgs Debütant Romain Loeffel zu überzeugen.

Von den arrivierten Spieler nutzten Keeper Berra, Brunner, Ramholt, Sprunger und Dino Wieser die Gelegenheit, sich auf internationalem Parkett zu beweisen. (sme)

Top 3

1 Francine Jordi bei den Eisgenossenbullet
2 Historisch Schweizer Frauen-Nati gewinnt WM-Bronzebullet
3 Gegen zähe Wikinger Russland kämpft sich in WM-Halbfinalbullet

Eishockey