Eishockey-Nati gewinnt Österreich-Cup Sprunger hat Nerven wie Drahtseile

KLAGENFURT - Fribourg-Stürmer Julien Sprunger schiesst die Schweiz mit insgesamt fünf Volltreffern zum ersten Turniersieg unter Sean Simpson.

  • Publiziert: 17.12.2011, Aktualisiert: 10.01.2012
  • Von Stephan Roth aus Klagenfurt

Mit ein wenig Hilfe der Schiedsrichter zwingt Weissrussland die Schweiz im Final des Österreich-Cups ins Penaltyschiessen. Denn das 3:3 der Osteuropäer kurz vor Schluss wird wie das 2:2 anerkannt, obwohl Goalie Martin Gerber jeweils klar behindert wird.

Im Penaltyschiessen setzen sich die Schweizer dann doch noch durch. Julien Sprunger, der schon davor zweimal getroffen hatte, versenkt alle seine drei Penaltys. Der Fribourg-Flügel, dem der Ruf anhaftet, zu weich für das grosse Eishockey zu sein, wird damit zum Matchwinner.

Bereits gegen Österreich hatte der Romand wie das ganze Schweizer Team im letzten Drittel eine aufsteigende Tendenz gezeigt – und bei den entscheidenden Treffern von Severin Blindenbacher und Andres Ambühl wertvolle Hilfe geleistet.

Weissrussland – Schweiz 3:4 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.

Stadthalle, Klagenfurt. – 975 Zuschauer. – SR Potocan/Lesniak (Ö/Sln), Ettlmayr/Podlesnik (Ö). – Tore: 7. Sprunger 0:1. 17. Stepanow (Ausschluss Bezina) 1:1. 23. Pestoni (Martin Plüss, Bezina) 1:2. 39. Stassenko 2:2. 45. Sprunger (Hirschi) 2:3. 59. Demagin (Ausschluss Rüthemann) 3:3 (ohne Torhüter). – Penaltyschiessen: Stepanow 1:0, Christen -; Kaljuschni -, Sprunger 1:1; Meleschko -, Rüthemann -; Sprunger 1:2, Demagin 2:2; Sprunger 2:3, Stepanow -. – Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Tschernok) plus Spieldauer (Tschernok) gegen Weissrussland, 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Weissrussland: Mesin; Denissow, Stassenko; Goroschko, Kostjutschenok; Baschko, Antonow; Tschernok; Demagin, Kaljuschni, Kolzow; Kulakow, Kowyrschin, Michalew; Meleschko, Stas, Stepanow; Pawlowitsch, Kitarow, Drosd; Dudko.

Schweiz: Martin Gerber; Blindenbacher, Bezina; Seger, Philippe Furrer; Chiesa, Hirschi; Wellinger; Pestoni, Martin Plüss, Rüthemann; Christen, Trachsler, Simon Moser; Sprunger, Ambühl, Benjamin Plüss; Pascal Berger, Rubin, Suri; Daniel Steiner.

Bemerkungen: Schweiz ohne Loeffel (überzählig) und Berra (Ersatztorhüter). Lattenschuss Bezina (31.). Timeout Weissrussland (58:25), danach bis 58:31 ohne Torhüter. – Schüsse: Weissrussland 34 (13-11-8-2); Schweiz 49 (11-16-17-5). – Powerplay-Ausbeute: Weissrussland 2/7; Schweiz 0/6.

Das sagt Sean Simpson

«Wir mussten gegen die Weissrussen eine Topleistung bringen. Denn sie sind fast mit ihrem A-Team angetreten. Wir haben verdient gewonnen. Ich denke, wir waren einen Tick besser. Mein Fazit zu dieser Woche? Wenn eine Mannschaft zusammenkommt und dreimal gewinnt sowie den Turniersieg holt, ist das sicher eine positive Sache.»

Turniere unter Simpson

Deutschland-Cup 10: 2.
Arosa-Challenge 10: 2.
Slovakia-Cup 11: 2.
Deutschland-Cup 11: 3.
Österreich-Cup 11: 1.
play Nati-Trainer Sean Simpson. (Keystone)

Top 3

1 Francine Jordi bei den Eisgenossenbullet
2 Historisch Schweizer Frauen-Nati gewinnt WM-Bronzebullet
3 Gegen zähe Wikinger Russland kämpft sich in WM-Halbfinalbullet

Eishockey