Lichtblick Pestoni Schweiz verliert gegen Slowakei

  • Publiziert: 13.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Dino Kessler aus München

MÜNCHENBUCHSEE - Die Schweizer Hockey-Nati verliert das letzte Spiel am Deutschland Cup gegen die Slowakei mit 1:2. Für Goalie Manzato endet die Partie nach einem Zusammenprall schon nach einer Viertelstunde.

Die Kehraus-Partie gegen die bereits als Turniersieger festehenden Slowaken wird zur Bühne für einen Schweizer Debütanten: Inti Pestoni. Der bullige Tessiner erobert das internationale Parkett im Handstreich: Zwölf Minuten braucht der Ambri-Star, um alle von seiner internationalen Tauglichkeit zu überzeugen. Wird der 20-jährige Tessiner nun zum Xherdan Shaqiri des Schweizer Eishockeys? So rasch hat in der Schweizer Nati schon lange keiner mehr eingeschlagen.

Nach Pestonis Führungstreffer wird die Schweiz allerdings von der sportlichen Realität eingeholt – die Slowaken übernehmen das Spieldiktat und überwinden den starken Reto Berra aus nächster Nàhe zwei Mal. Reto Berra? Eigentlich hatte Daniel Manzato das Spiel begonnen. Aber das Verletzungspech klebt beim Deutschland-Cup auch im letzten Spiel an der Nati: Nach knapp 15 Minuten muss der Lakers-Goalie vom Eis – schwere Oberschenkelprellung nach heftigem Zusammenprall. Um für den Notfall gerüstet zu sein, muss dann HCD-Keeper Leonardo Genoni die Zivilklamotten wieder mit der Ausrüstung tauschen.

Sean Simpson: «Gratulation der Slowakei für den Turniersieg. Wir haben eine gute Partie gezeigt, die junge Mannschaft konnte sich erneut steigern». Die zahlreichen Verletzungen haben sich natürlich ausgewirkt. Deswegen mussten einige Spieler auch mehr Partien bestreiten, als ursprünglich geplant war. Da hat die Kommunikation mit den Klubs sehr gut funktioniert, es gab keine Einwände. Unser Ziel war es, weiteren jungen Spielern eine Chance zu geben, das internationale Niveau kennen zu lernen.»

Der Gesamteindruck: Wir waren physisch überfordert. Das wirft die Frage auf: Ist die NLA aufgrund der hysterischen Regelauslegung wegen der Hirnerschütterungen wieder zu weich geworden? Fakt ist: Deutsche und Amerikaner haben uns in München durch den Fleischwolf gedreht und damit in den Senkel gestellt – und keiner schlug zurück.

Die Besten Schweizer beim Deutschland Cup: Berra (Biel), Ramholt (Davos), Loeffel (Fribourg), Sprunger (Fribourg), Brunner (Zug), Pestoni (Ambri), Wieser (Davos).

Slowakei - Schweiz 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Olympiahalle, München. -- 3000 Zuschauer. -- SR Bauer/Jablukov (De), Hurtik/Iwert (De).
Tore: 12. Pestoni (Chiesa) 0:1. 44. Marcel Hossa (Mikus) 1:1. 50. Hudacek (Miklik, Hovorka) 2:1. -- Strafen: je 3mal 2 Minuten.

Slowakei: Hamerlik; Sersen, Granak; Baranka, Starosta; Mihalik, Kudroc; Mikus; Kukumberg, Bartovic, Bakos; Tybor, Mikus, Marcel Hossa; Miklik, Bliznak, Hascak; Hovorka, Dej, Lusnak; Hudacek.

Schweiz: Manzato (15. Berra); Loeffel, Tim Ramholt; Wellinger, Chiesa; Grossmann, von Gunten; Fabian Schnyder, Damien Brunner; Pascal Berger, Walker, Suri; Pestoni, Monnet, Bodenmann; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Rubin, Trachsler, Dino Wieser.

Bemerkungen: Schweiz ohne Simon Lüthi, Gobbi, Blum, Steinmann, Simon Moser, Romy (alle verletzt) und Genoni (überzählig). -- Timeout Schweiz (58:34). -- Schüsse: Slowakei 37 (6-11-20); Schweiz 40 (17-11-12). -- Powerplay-Ausbeute: Slowakei 0/3; Schweiz 0/3. -- Paraden: Manzato 5; Berra 30.

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