Erster Sieg am Deutschland Cup Schweiz schlägt die USA nach Penaltys!

  • Publiziert: 12.11.2011, Aktualisiert: 03.01.2012

MÜNCHENBUCHSEE - Die Schweizer Eishockey-Nati gewinnt ihr erstes Spiel am Deutschland Cup. Auf das 2:4 gegen den Gastgeber folgt ein 3:2-Sieg gegen die USA im Penaltyschiessen.

Der Sieger des Deutschland Cups steht fest: Die Slowakei holt sich den Triumph mit einem 6:3-Sieg über den Gastgeber Deutschland.

Mit etwas weiniger Ruhm und Ehre bekleckern sich die Schweizer. Nach dem 2:4 gegen Deutschland am Freitag aber gelingt dem Team von Trainer Sean Simpson gegen die USA ein Sieg.

Allerdings treten die USA in München mit einer B-Auswahl an, aus der besonders der 29-jährige Olten-Söldner Marty Sertich heraussticht.

Die Schweizer haben in den ersten fünf Minuten ihre stärksten Momente. Zwar bringt Sertich die USA schon nach 73 Sekunden in Führung. Aber Damien Brunner trifft nur 61 Sekunden später wieder zum Ausgleich.

Fünf Minuten später heisst es nach einem Treffer von Dino Wieser 2:1 für die Schweiz. Und nach Chancen von Brunner (7.), Fabian Schnyder (28.) und Reto Suri (31.) könnte es sogar 3:1 heissen.

Das Tor aber fällt auf der Gegenseite.
Brian Salcido gelingt in der 36. Minute der Ausgleich für die Amerikaner.

Im letzten Drittel und auch in der Verlängerung macht die USA nochmals mächtig Dampf. Nach dem Penaltyschiessen aber jubeln die Schweizer: Damien Brunner verwertet als Einziger seinen Versuch.

Der Turniersieg ist also auch mit einem Sieg am Sonntag gegen die Slowakei nicht mehr möglich. Schlimmer aber wiegen die neuerlichen Verletzungen im Schweizer Team.

Mit Kevin Romy (Schulter), John Gobbi (Knie) und Eric Blum (Hüftprellung) drei weitere Spieler verletzt aus. Und schon am Vormittag haben Simon Moser, Simon Lüthi und Yannick Steinmann München per Zug in Richtung Heimat verlassen. (Si/wst)

USA - Schweiz 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.

Olympiahalle, München. – 3500 Zuschauer. – SR Bauer/Brill (De), Hauber/Iwert (De). – Tore: 2. (1:13) Sertich (Somma) 1:0. 3. (2:14) Damien Brunner (Romy) 1:1. 5. Dino Wieser (Trachsler/Ausschlüsse Wagner; Damien Brunner) 1:2. 36. Salcido (Somma, Lasch) 2:2. – Penaltyschiessen: Schremp – (daneben/Pfosten), Damien Brunner 0:1; Sertich – (gehalten), Sprunger – (gehalten); Lasch – (gehalten). – Strafen: 11mal 2 Minuten gegen die USA, 12mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

USA: Holt; Wozniewski, Dehner; Hutchinson, Freddy Meyer; Klubertanz, Wagner; Salcido; Elkins, Werner, Ross; Lasch, Somma, Sertich; Collins, Schremp, Little; Tallackson, Clarke, Yan Stastny.

Schweiz:
Berra; Chiesa, von Gunten; Loeffel, Blum; Tim Ramholt, Grossmann; Gobbi, Wellinger; Rubin, Trachsler, Dino Wieser; Damien Brunner, Romy, Fabian Schnyder; Benny Plüss, Bykow, Sprunger; Suri, Walker, Pascal Berger.

Bemerkungen:
Schweiz ohne Genoni (Ersatztorhüter), Simon Lüthi, Steinmann, Simon Moser (alle verletzt), Bodenmann, Pestoni, Monnet und Manzato (alle überzählig). Romy und Blum verletzt ausgeschieden. – Timeout Schweiz (62.). – Schüsse: USA 37 (6-12-16-3); Schweiz 38 (8-16-13-1). – Powerplay-Ausbeute: USA 0/7; Schweiz 0/6.

Stimmen zum Spiel:

Nati-Trainer Sean Simpson: «Ein unterhaltsames Spiel da draussen, die Systemtreue wurde nicht allzu gross geschrieben. Das Negative sind die vielen Verletzungen. Wir sind mit neun Verteidiger nach München gekommen, jetzt haben wir noch sechs.Eine Chance auf den Turniersieg haben wir nicht mehr. Aber ohne den zu Unrecht annulierten Treffer gegen Deutschland hätten wir sogar noch einen Punkt mehr. Aber damit müssen wir jetzt klarkommen.» (D.K.)
play Sean Simpson und seine Mannschaft spielen am Sonntag gegen Turniersieger Slowakei. (freshfocus)

Top 3

1 Francine Jordi bei den Eisgenossenbullet
2 Historisch Schweizer Frauen-Nati gewinnt WM-Bronzebullet
3 Gegen zähe Wikinger Russland kämpft sich in WM-Halbfinalbullet

Eishockey