
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Enthusiasmus, mit dem Champions-League-Sieger Sean Simpson seine Aufgabe als neuer Nati-Coach angeht, ist ansteckend – zuvor verschmähte Schweizer Stars könnten bei der WM in Deutschland dabei sein. Simpson: «Es beginnt ein neues Kapitel, die Zähler werden auf null gestellt. Jeder Spieler mit Schweizer Pass hat eine Chance auf ein Aufgebot. Ich will die besten Spieler für die beste Mannschaft.»
Was denken die Spieler, die unter Ralph Krueger nicht mehr für die Nati spielen konnten oder wollten? Reto von Arx’ internationale Karriere ist seit Olympia 2002 und einem verpassten Zapfenstreich auf Eis gelegt. Seit der zum Skandal aufgebauschten «Biernacht von Salt Lake City» sind sich Von Arx und Krueger spinnefeind.
Es herrschte absolute Funkstille, obwohl sich Von Arx und Krueger in der gemeinsam benutzten Tiefgarage ein paar Mal unangenehm nahe kamen. Reto von Arx (33), MVP bei Schweizer Meister HC Davos: «Ich warte das Gespräch mit Simpson ab, nach der Saison werde ich mir das bestimmt überlegen. Die Verhältnisse haben sich ja geändert. Allerdings habe ich fast acht Jahre nicht mehr in der Nati gespielt.»
Marcel Jenni (35), Stürmer der Kloten Flyers: «Grundsätzlich eine klare Sache: Ich bin dabei, wenn ich gefragt werde. Aber dafür müssten wohl meine Leistungen etwas besser werden. Ausserdem bin ich schon 36 Jahre alt, vielleicht will Simpson jüngere Spieler. Meine Unterstützung hat er aber auf jeden Fall.
Damien Brunner (23), Jungstar beim EV Zug: Natürlich bin ich dabei, wenn ich aufgeboten werde, das ist für mich gar keine Frage. Gerne gehe ich nach Deutschland und spiele für die Schweiz an der WM.»Simpson wirkt im Schweizer Eishockey schon wie eine Frühlingsbrise.
Ralph Krueger geht. Die Karten werden neu gemischt.- Keystone