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Martin Gerber befindet sich im Stadion seines Klubs Atlant Mytischtschi und schaut seinem Konkurrenten Lasak bei der Arbeit über die Schulter. «Er macht einen guten Job», sagt der verletzte Nati-Keeper. Ein schlechtes Zeichen! Je besser Lasak spielt, desto schlechter sind Gerbers Chancen bei Atlant zu bleiben. Wegen der Ausländerregelung muss der Klub bis zum 30. Januar einen der beiden Keeper entlassen.
Für Gerber wäre eine Kündigung wohl halb so schlimm, nimmt man den kältesten Winter seit 50 Jahren als Massstab.
Das Problem sind nicht die Temperaturen um Minus 30 Grad, sondern fehlende Angebote: «Ich habe weder aus Schweden noch der Schweiz Anfragen», sagt der Nati-Keeper. Will einen Wechsel in sein Heimatland jedoch nicht ausschliessen: «Sag niemals nie!»
Allfällige Transfers betrachtet der Emmentaler sowieso als nebensächlich. «Zuerst muss ich wieder ganz gesund werden», sagt Gerber und lässt die Nati-Fans hoffen. «Es geht von Tag zu Tag besser! Vancouver ist noch lange nicht abgeschrieben. Ich werde kämpfen!»
Dennoch: Der Olympia-Zug fährt in horrendem Tempo, und die Zeit scheint Martin Gerber langsam aber sicher davonzulaufen. Auch wenn die Heilung optimal verläuft, bleibt zu bezweifeln, dass Gerber nach seiner Rückenwirbelverletzung den Anschluss noch schafft.
Erfreulicher sieht die Sache für Bern-Verteidiger Roman Josi aus. Dieser lässt seinen gebrochenen Mittelfinger am 3. Februar röntgen und hofft, dass der Bruch bis dann verheilt ist.
«Ich bin auf dem aufsteigenden Ast. Es geht von Tag zu Tag besser», sagt Josi, der noch Schmerzen verspürt und daher nicht bis zum Äussersten gehen will. «Die Gesundheit hat Vorrang. Wenn die Ärzte sagen, es geht nicht, dann geht es nicht.»
Für einen geht es seit gestern wieder: Luca Sbisa. Der Verteidiger ist nach Portland zurückgekehrt und wird am Freitag sein Comeback in der WHL geben. Eine Überraschung. Nach seiner Bauchmuskelverletzung rechnete Nati-Coach Ralph Krueger damit, auf Sbisa verzichten zu müssen.
Good News für Sbisa, Bad News für die Verteidiger Félicien Du Bois und Philippe Furrer, die noch im erweiterten Pikett-Kader stehen und für die sich Olympia weiter entfernt.