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Viel Freude hat die U20-Nati bereitet, nun zeigt uns Kanada eindrücklich die Grenzen auf: In einer einseitigen Partie unterliegen die Jungs von Köbi Kölliker den Gastgebern klar und deutlich mit 1:6.
Es sei eine Kraftfrage, hat Kölliker vor der Partie gesagt. Die Kanadier seien vielleicht ein Spur frischer, aber seine Jungs wüssten jetzt, zu was sie fähig seien.
So viel zur Theorie, in der Praxis vermag die SEHV-Auswahl den Turnierfavoriten zwar etwas mehr zu fordern als bei der 0:6-Niederlage in der Gruppenphase, von einer weiteren Überraschung ist sie jedoch weit entfernt.
Fehlstart und Gegentor in Überzahl
Wie bereits im Vorrunden-Duell verzeichnen die Schweizer einen Fehlstart. Schon nach 4 Minuten liegen sie 0:1 zurück; Jordan Eberle trifft im ersten Powerplay der Kanadier. Kurz vor Spielhälfte erhöhen Marco Scandella (28.) und Taylor Hall (30.) mit zwei Toren innerhalb von 105 Sekunden auf 3:0.
Das zweite Gegentor ist für die Schweizer insofern ärgerlich, als sie es in Überzahl kassieren. Besser machen sie es im nächsten Powerplay, denn Mauro Jörg verkürzt in der 33. Minute mit seinem dritten Turniertreffer auf 1:3.
Die Hoffnung hält jedoch nicht lange, denn zu Beginn des Schlussdrittels bezwingt Braydon Schenn (43.) den Schweizer Torhüter Benjamin Conz zum vierten Mal, womit es über den Ausgang des Spiels endgültig keinen Zweifel mehr gibt. Die letzten beiden Tore fallen kurz vor Schluss.
Gegen USA oder Schweden um Bronze
Die Kanadier, die bereits 2002, als die Schweizer zum letzten Mal an einer U20-WM den Halbfinal erreicht haben, Endstation bedeuteten (0:4), sind deutlich überlegen. Das Schussverhältnis lautet 44:21 zu ihren Gunsten.
Die SEHV-Auswahl kämpft nun in der Nacht auf Mittwoch Schweizer Zeit um Rang 3; Gegner ist entweder Schweden oder die USA. Im Falle eines Sieges würde die Kölliker-Equipe zum zweiten Mal nach 1998 Bronze gewinnen. Damals setzten sie sich im kleinen Final im Penaltyschiessen gegen Tschechien durch. (Si/sau)