Nachdem der «Blick» die Posse publik machte, zeigt Nati-Direktor Peter Lüthi Grösse und gibt einen Fehler zu – der massierende Spieleragent Neil Sheehy ist verschwunden.
Der Spieler-Agent ohne Lizenz zum Massieren ist aus dem Umfeld der Nati verschwunden – Neil Sheehy (52) flog am Mittwoch zurück nach Minnesota (USA). Aber warum konnte er sich im Umfeld der Schweizer Nati überhaupt einnisten?
Nati-Direktor Peter Lüthi exklusiv zu «Blick.ch»: «Er war bei uns, um im mentalen Bereich mit dem Team zu arbeiten. Dabei habe ich den Agenten-Faktor total unterschätzt. Das war sicher ein Fehler.»
Damit beweist Lüthi Format und Grösse – sonst nicht immer die oberste Priorität bei Verbandsfunktionären. «Die Spieler wurden ja nicht zum Mitmachen gezwungen», sagt Lüthi. «Wir haben lediglich versucht, der Mannschaft einen Input zu vermitteln, damit sie gegen die Gegner auf Augenhöhe mental bereit ist.»
Die Reaktionen auf den Swiss-Icehockey-Fehltritt mit dem Agenten im Masseurskostüm waren zum Teil massiv. SCB-CEO Marc Lüthi liess auf seinem Twitter-Account Dampf ab: «Hoffe einfach, es ist nur halb so schlimm, und auch dann geht es schlicht und einfach nicht! Stinksauer ;-((».
Die Spieler hatten sich zum Teil bei ihren Sportchefs oder Agenten erkundigt, ob sie bei dieser Posse mitmachen sollen, andere meldeten direkt bei Peter Lüthi Bedenken an.
Sheehy hatte sich zuvor schon um die Gunst von EVZ-Stürmer Damien Brunner bemüht. Erfolgreich: Er vertritt künftig Brunners Interessen in Nordamerika.
Die Stimmung in der Mannschaft ist vor dem ersten WM-Spiel gegen Kasachstan (Samstag, 14 Uhr) trotz dieser unnötigen Posse gelöst.