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Nach rund zehn Minuten zog Seger seine Wollkappe ab, schliesslich ist es warm auf der BLICK-Redaktion. Dann kam der Z-Captain auch mit seinen Antworten richtig auf Touren. Alle Leser-Fragen und Antworten des Nationalspielers können Sie im Chat-Protokoll nachlesen.
Alonso Blasone: Unglaublich, was Ihr in der CHL geleistet habt – Gratulation. Hattet Ihr auch Zeit zum Feiern?
Mathias Seger: Lange Zeit zum Feiern blieb uns nicht, denn die Meisterschaft ging ja weiter. Aber nach dem Spiel gab es natürlich schon ein, zwei Bier.
Grobety Bernard aus Wermatswil: Warum lässt der ZSC einen Spieler wie Forster gehen? Was sind die wahren Beweggründe?
Mathias Seger: Das war ein Entscheid von Beat Forster – der Klub konnte da nicht mehr viel machen. Wir Spieler hätten zu den Beweggründen auch gerne mehr Informationen gehabt...
Hunkeler Roger, Bülach: Seid Ihr noch motiviert in den restlichen Quali-Spielen? Ihr seid immer top wenns um etwas geht, doch in der Quali ist dann oft der Schlendrian drin und die Konzentration stimmt nicht bei allen. So gingen viele Spiele, die hätten gewonnen werden müssen, dumm verloren. Weiterhin Vollgas ZSC!
Mathias Seger: Sicherlich ist die Umstellung von der CHL zur nationalen Meisterschaft schwierig, aber trotzdem hat die Meisterschaft immer noch oberste Priorität. Es stimmt aber, dass wir durch die Doppelbelastung teilweise dumm verloren haben, aber es liegt sicherlich nicht an der Motivation.
Bolek, Slonsk: Was sind die Vorraussetzungen um Hockey Profi zu werden? Muss ich da viel in den Kraftraum?
Mathias Seger: Man sagt, es sei 20 Prozent Talent, 80 Prozent Arbeit. Durch die moderne Entwicklung des Eishockeys ist das Krafttraining immer wichtiger geworden. Aber grundsätzlich muss man natürlich schon als Jugendlicher viel auf dem Eis sein und an seiner Technik feilen.
Zellweger, Henau: Hei Segi, zuerst einmal Gruss aus Henau city. Dann habe ich eine Frage, ob du die Idee des Spenglercups, einen zweiten Schweizer Verein einzuladen, gut findest?
Mathias Seger: Grundsätzlich ist es ja eine Tradition, dass nur Davos spielt und davon hat der Spengler Cup ja gelebt. Ich denke aber, dass eine zweite Mannschaft sicherlich das Interesse noch mehr steigern würde, wir stehen auf der Liste aber kaum ganz oben.
Pete, Wil: Hey Segi, wann bist du wieder mal in Wil im Ausgang? Hast noch ein Bier zu Gute ;-)
Mathias Seger: Cheers, ja, komme gerne wieder mal nach Wil – wenn ich Zeit finde.
Mark, Zürich: Gibt es einen speziellen Wunsch, den du persönlich an die Fans hast?
Mathias Seger: Wir sind sehr glücklich mit unseren Fans. Da habe ich keinerlei besondere Wünsche – nochmals herzlichen Dank!
Trütsch Sepp, Tuggen: Hättest du Chancen/Motivation es trotz deines Alters noch in der NHL zu versuchen?
Mathias Seger: Wenn die Chance da wäre, würde ich es gerne probieren. Es war natürlich ein Kindheitstraum, wird es aber wohl bleiben.
Alex Meister aus Samstagern: Gratuliere zur CHL-Leistung.... Wie sehen Sie die Chancen für einen Finalsieg?
Mathias Seger: Wir sind ganz klar Aussenseiter. Aber wie wir schon mehrmals bewiesen haben, könnten wir mit einer geschlossenen Manschaftsleistung das kleine Wunder schaffen.
Tom Friedli, Spanien: Hey Segi, zuerst mal Gratulation zum Einzug in den Championsleague Final! Schön hatte ich vor langer Zeit auch mal die Ehre neben Dir verteidigen zu dürfen! Weiterhin viel Erfolg und hoffe Du schaffst es am Ende dieser Saison mal ein paar Tage nach Marbella! Gruss Tom (Frieda)
Mathias Seger: Ciao Frieda! Danke und ich hoffe bei Dir ist alles in Ordnung. Und wenn ich es mal schaffe, komme ich sicherlich vorbei.
David, Kloten: Zu welchem Klub würdest du wechseln wenn du frei auswählen könntest und in Zürich nicht mehr erwünscht wärst?
Mathias Seger: Schwierige Frage, aber sicher nicht Kloten!
Dani, Zürich: Verfolgst Du auch die NHL-Spiele Deines ehem. Kollegen Mark Streit?
Mathias Seger: Ich verfolge natürlich schon was Mark macht. Meist schaue ich mir die Highlights an.
Mike Abtwil: Sind die ewigen Terminkollisionen im Hallenstadion keine Belastung?
Mathias Seger: Es ist sicherlich kein optimaler Spielplan, der Rhythmus geht so verloren. Die Schwierigkeit sind nicht die vielen Spiele, sondern der ständige Wechsel. Wir wünschen uns sehnlichst ein EIGENES Stadion
Mark, Zürich: Wie schätzt du deine Chancen für die Nationalmannschaft ein? Meiner Meinung nach kann man dort unmöglich auf dich verzichten!
Mathias Seger: Es ist schwierig für mich das einzuschätzen. Ich gebe weiterhin mein Bestes im Klub und will so die Chancen auf eine Teilnahme an der WM erhöhen. Grundsätzlich ist es aber so, dass wir eine hohe Dichte an starken Verteidigern haben.
Chlie Remo, Diesldorf: Hey Segi wirsch dini Karriere bim ZSC beände? danke no fürs Bier in Finnland ;)
Mathias Seger: He Remo! Wenn ich die Möglichkeit habe, beende ich meine Karriere beim ZSC. Wegen dem Bier: Das nächste zahlst Du!
Grobety Bernard aus Wermatswil: Wann lässt du dir die Zähne wieder in Ordnung bringen?
Mathias Seger: Ich hoffe bald, momentan muss sich aber noch der Knochen aufbauen.
Brutta, Bühler-City: Du gehörst ja langsam zum alten Eisen, was tust du dagegen, dass du trotzdem noch mit den Jungen mithalten kannst, trainierst du anders als sie?
Mathias Seger: Frechheit!;)
Adrian Schluep Oberdorf: Guten Tag Herr Seger, ich sass per Zufall im selben Flieger wie der ZSC nach Prag. Gerne hätte ich da ein Autogramm von gewissen Spielern gehabt. Jedoch habe ich mich nicht getraut, da ich mir vorstellen konnte, dass es gewisse Spieler gestört hätte. Wie hätte dies bei ihnen ausgesehn? Mögen Sie es wenn sie in der Öffentlichkeit angesprochen werden?
Mathias Seger: Lieber Adrian! Du hättest uns ruhig ansprechen können, wir beissen nicht. Zudem stört es mich persönlich überhaupt nicht, wenn ich auf der Strasse angesprochen werde.
O`Brien Cieszko, Berg am Irchel: Hoi Seger. Super wie du zur Ziit spielsch! Find sit paar Spiel bisch du au sehr wendig und schnell. Liit das a dinere neue Frisur vom Schwiizer Fernseh?
Mathias Seger: Ja, ich habe halt aufs richtige Pferd gesetzt :)
Hotz Pascal, Bauma: Stört es dich das ihr im CHL Finale wieder nicht im Hallenstadion spielen könnt?
Mathias Seger: Ist ja keine Frage. Es ist sehr schade für die Fans, Spieler und den Klub, der viel Geld dadurch verliert. Aber die Daten waren halt schon längst vergeben.
Brutta, Bühler-City: Hat ihr Team keine Angst das durch den CHL Erfolg auf nächste Saison ein Ausverkauf der ZSC Leistungsträger stattfindet?
Mathias Seger: Zum Glück haben die meisten Leistungsträger längerfristige Verträge, der Abgang von Blindenbacher schmerzt zum Beispiel sehr. Aber durch die CHL-Einnahmen fliesst natürlich auch wieder viel Geld in die Klubkasse.
Elisabeth Zimmermann, Richterswil (Cousine von Mathias): Sali Mathias, ich beobachte immer vor dem Spiel wie du die Pucks sortierst und «bäschelisch», ist das ein Ritual für dich? Lieber Gruss Elisabeth und Co.
Mathias Seger: He Elisabeth. Das hast Du gut beobachtet. Es ist kein Ritual, das mache ich eigentlich schon seit jeher. Lieber Gruss zurück
Godi, March, Tuggen: Was für einen Einfluss haben die Spielerfrauen auf eure Leistungen?
Mathias Seger: Godi, kommt ganz auf die Anzahl Spielerfrauen pro Spieler an:)
Nath, Davos: Ihr fegt ja mit dem ZSC momentan alles um, wen siehst du als härtester Widersacher vom ZSC in der diesjährigen Meisterschaft?
Mathias Seger: Bern ist der absolute Titelfavorit, aber auch Lugano spielt ein sehr gefährliches Eishockey, Davos darf man nie unterschätzen.
Liesch, Johannes, Sissach: Ist es für einen Eishockeyspieler nicht ein grosser Frust, wenn man zwar im CHL Final steht, aber für diesen Finaleinzug nur einen Bruchteil von dem verdient, was ein Fussballprofi verdient?
Mathias Seger: Wir sind Eishockeyspieler, Geld spielt da nicht die Hauptrolle.
peter, zürich: Hey Segi! Habe dich und Edgar Salis (vor langer Zeit) mal im Burger King gesehen, isst du viel fastfood?
Mathias Seger: Eigentlich nicht, höchstens ich gehe mit Salis essen ;)
...egal wie wiit, mir sind immer debi...: Nochmals ein riesiges Dankeschön und Gratulation an dich und die ganze Mannschaft!! Speziell an dich, als du in Espoo die Mannschaft nochmals aufs Eis zurück gebracht hast...unvergesslich!!! wenn man solch schönen Hockey live erleben darf, ist jede Reise lohnenswert!!!
Mathias Seger: Es ist auch für uns eine Riesenfreude, vielen Dank nochmals für den grossen Support.
Godi, Hombrechtikon: Wer ist der beste Biertrinker? Dino Kessler, Edgar Salis oder du?
Mathias Seger: Ganz klar = Dino Kessler :)
Willy Scheiwiller, Maisprach: Bin 60 Jahre alte wohne in Baselland. Bin aber in Oerlikon aufgewachsen. Gehe praktisch immer noch zu den Heimspielen wie morgen gegen Kloten. Ihr bereitet mir unglaublich viel Freude. Danke und machet wiiter so.
Mathias Seger: Hallo Herr Scheiwiller! Ihr Einsatz ist ein Extralob wert, wir werden gegen Kloten natürlich wie immer Vollgas geben, wir freuen uns auf Sie!