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Kommentar: Josis brutale Lehrstunde

BLICK-Eishockeychef Dino Kessler über eine wichtige Regel im Hockey: Schau immer hoch.

Von Dino Kessler | Aktualisiert um 10:52 | 19.11.2009
So passiert der Brutalo-Check: Roman Josi (r.) nimmt Fahrt auf. (Screenshot sf.tv)
Fribourgs Topskorer Shawn Heins stellt sich dem SCB-Verteidiger in den Weg. (Screenshot sf.tv)
Heins lässt Josi auflaufen. (Screenshot sf.tv)
Mit fatalen Folgen für Josi. (Screenshot sf.tv)
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Der Aufprall ist heftig. (Screenshot sf.tv)
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Josi fällt hart aufs Eis. (Screenshot sf.tv)
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Josi bleibt liegen. (Screenshot sf.tv)
Der Nati-Verteidiger wird mit einer Gehirnerschütterung abtransportiert. (Screenshot sf.tv)
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SCB-Jungstar Roman Josi erfährt am Dienstag innert einer Nanosekunde, dass

er immer den Kopf oben halten sollte. Der Check des Kanadiers Heins ist hart, aber im Rahmen der Regeln. Hätte Josi einen Augenblick nicht bloss auf den Puck, sondern auch auf seine Umgebung geachtet, Heins wäre ins Leere gelaufen.

Die Körpercharge muss für Josi heilende Wirkung haben – vor allem dann, wenn er nächstes Jahr in der NHL spielen will. «Always keep your head up», sagen sie in Nordamerika. Schau immer hoch. Mit gutem Grund.

Dort lernen schon die Jüngsten das ABC des Eishockeys nach exakt dieser sportlichen (Über-) Lebensweisheit.

Mein persönlicher Shawn Heins heisst Paul Christoffel. Als Churer Nachwuchsmann dribbelte ich geblendet vom Selbstvertrauen des Ahnungslosen nach vorne, als mich der Zuger Christoffel frontal erwischte. Mit gebrochener Nase, verschobenen Zähnen und Gitterabdruck im Gesicht kroch ich vom Eis.

Unsere jungen Spieler wissen vielfach nicht, wie umgehen mit Körperattacken. Verheerend,

vor allem in Bandennähe, wenn sie dem Gegner aus Angst den Rücken zuwenden. Im blinden, naiven Vertrauen auf die Vernunft des Aggressors.

Denn der ungefährlichste Gegner ist immer derjenige, den man kommen sieht.
Das sagen Blick.ch-Leser
Christian Aebersold, Bern - 11:57 | 19.11.2009
» Kein Foul. Schade hat es gerade Josi erwischt. Gute Besserung.
Diego Bachmann, Schwerzenbach - 09:58 | 19.11.2009
» @Anliker,Bern: Sie gehören wohl zu den unverbesserlichen Menschen die immernoch glauben die Erde sei eine Scheibe. Wenn selbst Steinmann und Kessler es nicht als Foul erachten, sollte man dies glauben, Und wenn man sich dann auch noch nur ein bisschen mit der NHL auseinandersetzt, weiss man, dass dieser Check hart aber fair war. Solche Checks sollten im CH-Eishockey öfters gemacht werden. Um die Verweichlichung zu verhindern. An Josi: Gute Besserung
Christian Fehr, Zürich - 09:54 | 19.11.2009
» Herr Anliker, das war nie und nimmer ein Foul, die härte des Checks war klar an der oberen Grenze aber solche aufeinandertreffen gibt es im Eishockey immer wieder, auch in unteren Ligen! Steinmann bleibt gar nichts anderes übrig als Heins frei zu sprechen, denn er (Heins) fährt weder den Ellbogen aus noch hat er es auf den Kopf von Josi abgesehen! Wollen sich Schweizer, wie künftig auch Josi, in der NHL durchsetzen müssen sie mit solchen Konfrontationen rechnen und gegebenenfalls daraus lernen!
Waeber Chrigu, Burgdorf - 09:44 | 19.11.2009
» Ein Dino hat immer recht!! Ein Anliker leider nicht.
Thomas Huber, Rümlang - 08:53 | 19.11.2009
» Der Check war sehr hart, aber aus meiner Sicht korrekt. Der Ellbogen war am Körper von Heins und Josi hatte den Puck. Somit Regelkonform, auch wenn es hart und brutal aussieht. Natürlich war der Angriff gegen den Mann, aber das ist ja auch im Sinne eines regelkonformen Checks nicht verboten. Kopf hoch lautet die Devise wenn man im Puckbesitz ist!
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