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Martin Gerber hat seine Feuertaufe bei Atlant Mytischtschi hinter sich – sie wurde mit einem faulen Ei nach 107 Sekunden eingeläutet. «Beim ersten Tor wurde ich zwischen den Beinen erwischt», erzählt Gerber. «Danach fand ich aber trotzdem ins Spiel und es lief mir gut.»
Sein Team Atlant Mytischtschi geht zum Saisonauftakt auf einen «Road Trip», bestreitet die ersten drei Partien auswärts. Am Sonntag startete Gerber bei Traktor Tscheljabinsk mit einem 4:3-Sieg. Von dort aus geht es weiter ins verhältnismässig nahe gelegene Magnitogorsk – per Flugzeug. «Nur zu Auswärtsspielen in der Grossregion von Moskau reist die Mannschaft im Bus.»
Heute tritt Atlant bei Metallurg Magnitogorsk an (um 15 Uhr MEZ). Von seinen Gegnern weiss der Keeper kaum etwas. «Nur von den grösseren, bekannteren Moskauer Klubs werden im TV Beiträge gezeigt», erklärt der 35-Jährige. Und die meisten Internetseiten der Klubs – auch jene von Atlant – sind in kyrillischer Schrift. Deshalb ist es schwierig, sich auf dem Laufenden zu halten. Den Spielplan aber kann Gerber entziffern. Das dritte Spiel des «Road Trips» steht am Donnerstag bei Automobilist Jekaterinburg an.
Der Emmentaler ist Atlants Goalie Nummer 1, das bestätigt auch ein zufriedener Trainer Fedor Kanarejkin (54): «Ich prophezeie Martin, dass er in Russland seine Karriere machen wird. In der Schweiz hat er sich ja schon einen Namen gemacht.»
Martin Gerber im Dress von Atlant Mytischtschi.- Pius Koller