Er klagt sich ins Biel-Training Riesen-Zoff um Hockey-Star Steiner!

Im Juni trennt sich Biel von Stürmer Daniel Steiner. Dieser reicht im September Klage ein und taucht beim Training auf, doch weder Trainer noch Spieler wollen ihn im Team haben.

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NLA Schweiz

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
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2 ZSC Lions 40 127:97 80
3 EV Zug 37 116:82 78
4 Lausanne HC 38 126:99 71
5 EHC Biel 39 115:112 56
6 HC Davos 38 114:107 54
7 Genf-Servette HC 39 98:108 53
8 HC Lugano 40 112:135 53
9 EHC Kloten 38 112:127 46
10 SCL Tigers 40 94:118 45
11 HC Ambri-Piotta 39 97:123 41
12 HC Fribourg-Gottéron 38 98:131 39

Eishockey

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In zwei Sätzen verkündet Biel am 23. Juni die Trennung von Stürmer Daniel Steiner. Trotz Vertrag bis 2017. Und nach bloss einem Jahr. Die Trennung sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. «Es passt einfach nicht», sagt Sportchef Martin Steinegger.

Steiner sucht seither nach einem neuen Klub. Der 36-Jährige hätte zwar in die NLB zu Olten wechseln können, konnte sich aber mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, der ihm weiter den vollen Lohn zahlt, nicht auf eine Abfindung einigen. Steiner hätte auf 10'000 Franken verzichten sollen, will sich den Betrag aber nicht ans Bein streichen.

Anfang September reicht der Emmentaler beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland Klage ein. Er will wieder in den Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft eingebunden werden. ­Steiner bezieht sich auf einen Passus im Schweizer Arbeitsrecht, wonach eine Nichtbeschäftigung von Berufssportlern deren wirtschaftliches Fortkommen beeinträchtigen kann.

Spieler wollen Steiner nicht mehr im Team

Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, erscheint Steiner in Ausrüstung in der Tissot-Arena, wird jedoch von Trainer Kevin Schläpfer nach Hause geschickt. Daraufhin teilt der Klub Steiners Rechtsbeistand schriftlich mit, dass man Steiner nicht mehr sehen möchte. Und erklärt ihn zur Persona non grata. Damit nicht genug: Biels Spieler verfassen ein Schreiben und erklären den Richtern, dass Steiner ein Störenfried sei und man ihn nicht mehr im Team haben will. «Er ist kein böser Mensch, aber er eckt an», sagt ein Spieler hinter vorgehaltener Hand. «Wenn man siegt, verkraftet man das. Verliert man und einer weilt ständig auf dem Egotrip, funktioniert es nicht mehr.»

Der Ex-Kollege weiter: «Steiner kritisierte das System, die Trainings, suchte die Schuld bei den anderen. Er verwies auf seine 17 Tore, bezeichnete sich als Star. Dabei hat er mehr Tore verschuldet als erzielt. Keiner wollte mehr mit ihm spielen.»

Steiner will nichts dazu sagen. «Zu einem laufenden Verfahren gebe ich keine Auskunft», sagt Biel-CEO Daniel ­Villard. Und Schläpfer sagt nur: «Ich finds peinlich.»

Agent und Sportrechtsexperte Georges Müller: «Das geht so nicht. Ein Spieler hat das Recht, mit dem Team zu trainieren. Daran ändert ein Schreiben der Spieler nichts.»

Jetzt warten die Parteien auf das Urteil. Steiner ist inzwischen nach Zug gezügelt und trainiert dort allein.

Publiziert am 09.11.2016 | Aktualisiert am 09.11.2016

13 Kommentare
  • Michael  Berger aus St. Gallen
    09.11.2016
    Biel hätte die Sache für läppische 10000 Stutz lösen können. Lächerlich, dass die sich nun gegen das Schweizer Arbeitsrecht wenden. Man weiss spätestens nach den Urteilen im Fussball-Fall Salatic, dass es dieses Gesetz gibt. Man muss ihn am Trainingsbetrieb teilhaben lassen, wenn er nicht gegen seinen Arbeitsvertrag verstossen hat. Da gibt es nichts zu diskutieren.
  • Urs  Sondi , via Facebook 09.11.2016
    Mal angenommen, dass Daniel Steiner auf rechtlichem Weg wieder am Manschaftstraining teilnehmen darf. Was denkt ihr wohl, was in den Trainings passieren wird. Steiner wird kein vernünftiges Zuspiel mehr bekommen und seine Augen sollte er weit offen haben - könnte sein, dass er sonst in einen gefürchtet Bodycheck laufen wird. Ein Traing wird es für ihn also nicht wirklich sein.
  • Anders  Denker 09.11.2016
    Die Diva Steiner sollte sich mal ein Beispiel am NLB-SCL Captain Stefan Tschannen nehmen. Der rackert und powert für seine Mitspieler, es ist eine Freude ihm zuzusehen! Resultat: Das Team will ihn und er hat soeben einen neuen 3-Jahresvertrag in der Tasche.
  • Patrick  Müller aus steffisburg
    09.11.2016
    einmal ganz Herrlich welche Club Präsident möchte einen solchen Spieler unter Vertrag nehmen? Ich auf jeden Fall nicht. Herr Steiner sollte mal bei sich anfangen die Persönlichkeit Defizite zu Analysieren und bei Sich etwas ändern.
    • Michael  Berger aus St. Gallen
      09.11.2016
      Er hat einen Vertrag als Eishockeyspieler bei Biel. Biel hält sich nicht an das Gesetz. In diesem Fall ist nicht der Problemspieler Schuld, sondern der Arbeitgeber.
  • beatrice  Kohler 09.11.2016
    Ich glaube seine Teamwechseln sagen genug. In Langnau hat er seinen Vertrag immer nur monatlich verlängert und als er ein besseres Angebot hatte, war er weg! In AMbri war er gut, aber in Biel wirklich nur ein Egoist. Das schlimme ist, er fühlt sich als mega Star, was er wirklich nicht ist. Und ich finde es ja tragisch, dass seine Mitspieler so über ihn reden, und er fühlt sich immer noch Gross!!!Wenn er sein solcher Star ist, warum will ihn keiner mehr in der NLA?