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Mit der Marketing-Agentur Infront wollte die IIHF dem Wettbewerb auf die kommende Saison hin wieder Leben einhauchen, nachdem die zweite Austragung für die laufende Saison wegen finanzieller Probleme abgesagt wurde.
Das neue Projekt (weniger Teilnehmer und weniger Preisgeld), das die IIHF in den vergangenen Wochen vorstellte, fand nicht bei allen europäischen Top-Ligen Unterstützung. Die Verhandlungen scheiterten gemäss der IIHF vor allem an jenem Punkt, dass sich die Ligen nicht für mindestens drei Jahre verpflichten wollten.
Deshalb zog die IIHF um Präsident René Fasel nun einen Schlussstrich. «Wir bedauern zutiefst, dass wir diesen Entscheid treffen mussten und die Champions League nicht fortsetzen. Obwohl unser Vorschlag eine faire Balance zwischen Risiko und Gewinnchancen für alle Parteien in Aussicht stellte, konnten einige Mitglieder der europäischen Eishockey-Familie unserer Vision nicht folgen», sagte Fasel. Noch vor einem Monat war der Freiburger guten Mutes gewesen.
Die ZSC Lions bleiben damit der einzige (und letzte) Sieger der Champions League, die im Herbst 2008 mit viel Getöse und dank russischen Geldgebern mit einem Preisgeld von 10 Millionen Euro gestartet worden war. Wegen der Finanzkrise zogen sich die Investoren um den Energielieferanten «Gasprom» nach einem Jahr zurück.
Nach dem Ende der Champions League ist auch die Zukunft des Victoria Cups – zumindest in der ursprünglichen Form – in Frage gestellt. Die erste Austragung zwischen dem Sieger der Champions League und einem Vertreter der NHL hatten die ZSC Lions gegen die Chicago Blackhawks im September für sich entschieden (2:1). (Si/wst)