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80 Tage vor dem ersten Spiel an der Heim-WM in Bern gelang dem Eishockey-Nationalteam in Genf eine saubere Leistung: Lediglich acht Minuten lang vermochte die Minsker Stadtauswahl (18 Akteure von Dynamo und Yunost Minsk) mit den Schweizern mitzuhalten. Andrej Michaljew besass solo gegen Leonardo Genoni in der zweiten Minute die Grosschance auf die frühe Führung für die Gäste. Ein Lattenschuss von Thierry Paterlini in der neunten Minute bildete indessen die Initialzündung für die erste Schweizer Angriffswelle, die bereits die Vorentscheidung provozierte.
Peter Guggisberg realisierte nach zwölf Minuten das Führungstor per Direktabnahme nach einer rassigen Passfolge. Guggisberg erzielte im zehnten Länderspiel sein erstes Goal. In der 18. Minute fälschte Julien Sprunger in doppelter Überzahl einen Schuss von Andres Ambühl zum 2:0 ins Tor ab. Sprunger, in der Meisterschaft in einer Mini-Krise, hat in seinen letzten fünf Länderspielen stets geskort.
Eine vehemente weissrussische Reaktion auf den Zwei-Tore-Rückstand blieb aus. Den Weissrussen mit bloss drei Akteuren aus dem letztjährigen WM-Kader fehlte dazu die Klasse und Routine. Die beste Möglichkeit auf das Anschlusstor bot sich den Gästen nach 35 Minuten während einer 51-sekündigen doppelten Überzahl. Wenn die Schweizer hingegen das Tempo erhöhten, liefen sie den Gegnern um die Ohren. Die Schweizer Nonchalance im Abschluss im zweiten Abschnitt und eine imponierende Torhüterleistung von Witali Kowal (30 Paraden) verhinderte lange weitere Tore. Nach lediglich 17 Sekunden im Schlussabschnitt besass aber auch Kowal keine Abwehrchance mehr; dem Schweizer Captain Sandy Jeannin gelang mit dem 3:0 die Siegsicherung.
Nicht nur Kowal, auch der Schweizer Goalie Leonardo Genoni gefiel (obwohl selten geprüft) in der gut besetzten Les-Vernets-Halle. Genoni (17 Paraden) verpasste im dritten Länderspiel den zweiten Shutout nur knapp. Erst acht Minuten vor Schluss wurde er von Kulakow zum 3:1 noch bezwungen. Danach konnten die Gäste noch während über vier Minuten Powerplay und zweimal zu fünft gegen drei Schweizer spielen. Genoni, der Keeper des HC Davos, hat seine ersten drei Länderspiele gegen Deutschland (1:0), die Slowakei (2:1 n.V.) und Weissrussland (3:1) alle gewonnen und dabei erst zwei Gegentore kassiert. Ralph Krueger sucht vor der Heim-WM eine Nummer 1 unter den Schweizer Nationalliga-Goalies. Genoni befindet sich 80 Tage vor Turnierbeginn für diese Position in aussichtsreicher Position. (SI)