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Seinen Legenden-Status als Spieler begründete Kenta Johansson mit ausserordentlichen Leistungen in der alten Resega. Dort, in dieser maroden, lauten, engen und für die Gegner gefährlichen «Pista» revolutionierten Trainer John Slettvoll, Verteidiger Mats Waltin und Stürmer Johansson das Schweizer Eishockey von Grund auf und führten Lugano nahe an die europäische Spitze.
Während John Slettvoll mit seiner ausgeklügelten Defensiv-Taktik als Architekt des «Grande Lugano» galt, war Kenta Johansson mit seinem Esprit der Designer einer offensiven Erfolgsgeschichte und dreier Meistertitel von 1986 bis 1988.
Seinen Einstand als Trainer gibt Johansson 1994 bei Stammklub Huddinge, 2008 holt er mit HV71 in Jönköping den Titel in Schwedens «Elitserien». Das Tessin hat er während dieser Zeit nie vergessen. «Der Klub und die Stadt Lugano sind mir ans Herz gewachsen. Die Erfolge als Spieler haben dabei natürlich auch eine Rolle gespielt.»
In Lugano erwarten sie von ihrem Helden alles, zuerst soll er für Stabilität und Kontinuität sorgen. Seit Frühling 2006 verschwanden sechs verschiedene Übungsleiter (Huras, Kreis, Zanatta, Ruhnke, Slettvoll und Virta) im Schlund der Erwartungen.
Die Resega ist seit dem Neubau 1995 nicht mehr der kochende Hexenkessel glorreicher Tage. Die Emotionen waren in Lugano halt immer auch Ausdruck der Überlegenheit der eigenen Mannschaft.
Viele gute Spieler hatten die Tessiner auch nach den ganz grossen Zeiten eigentlich immer, gute Mannschaften aber nur noch selten. Die Qualität der aktuellen Mannschaft gibt Johansson die Möglichkeit, seinen Heldenstatus nun als Trainer zu zementieren.
Es brauche viel Geduld und auch ein wenig Glück, sagt Kenta. Als Trainer dürfe man sowieso nicht zurückschauen, sondern nur nach vorne.
War als Spieler beim HC Lugano eine Legende: Kenta Johansson.- RDB