Böser Vorwurf an Biels Kparghai: Beiss-Attacke auf Tavares

Berns NHL-Star John Tavares sagt, er sei im Spiel gegen Biel gebissen worden. Der beschuldigte Bieler, Clarence Kparghai, weist den harten Vorwurf von sich.

  • Publiziert:
Immer informiert - Abonnieren Sie den BLICK Sport Newsletter!
[x]
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK Sport News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Newsletter erhalten?
[x]

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Für die Kanadier zählt momentan einzig der Spengler Cup. Berns Lockout-Star John Tavares aber ist noch gezeichnet von der NLA-Meisterschaft. Unübersehbar: Am Hals des 22-Jährigen leuchten zwei rote Striemen. Es sind Kratzspuren. Und seitlich unterhalb der Rippen hat er einen geröteten Abdruck von einem Biss!

Was ist passiert? Wir schreiben die 40. Minute des Derbys zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern am letzten Samstag. Tavares stochert bei Biel-Keeper Reto Berra nach und schlägt ihm den Stock aus der Hand. Mit dieser Aktion provoziert er eine Massenkeilerei. Im Zentrum: Tavares und Nati-Verteidiger Clarence Kparghai.

Dabei soll es passiert sein: Kparghai – von Tavares im «Schwitzkasten» gehalten – beisst den NHL-Star der New York Islanders in die Seite. ­Tavares lässt den Biel-Verteidiger kurz los und geht danach mit Teamkollege und Landsmann Byron Ritchie erneut auf ihn los.

«Weil ich John noch nie so emotional und aufgebracht gesehen habe, fragte ich ihn nach dem Spiel, was los gewesen ist», erzählt SCB-Sportchef Sven Leuenberger, «er sagte mir, dass er gebissen worden sei.»

Der SCB informiert die Liga. Weil auch der Biss eines Menschen gefährlich sein kann, riet der Sportchef seinem NHL-Gast zudem, in Davos unbedingt den Arzt des Teams Canada zu konsultieren. Leuenberger findet deutliche Worte: «Beissen ist gleich übel wie Spucken. Hockey ist eine Sportart für Männer. Wenn schon, könnte man so etwas in einem Fight austragen.»

Beim Team Canada sorgt die Aktion ebenfalls für Kopfschütteln. Im Mutterland des Eishockeys ist Beissen genauso verpönt. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt SCB- und Canada-Teamkollege Travis Roche. Er sah den Abdruck und glaubt: «So wie er aussieht, könnte es sein, dass der Bieler keinen Zahnschutz im Mund hatte.»

Und was sagt Kparghai? Der 27-Jährige beteuert: «Ich habe Tavares nicht gebissen. Er hat mich in den Schwitz­kasten genommen und mein Gesicht an seinen Bauch gedrückt.»

Zudem habe ihn der Kanadier am Ohr gerissen und ihm ein anderer Berner einen Stockstich verpasst. «Ich ­mache deswegen auch kein Theater», so Kparghai, der tatsächlich ohne Zahnschutz spielte.

Biel-Trainer Kevin Schläpfer ist empört: «Das ist eine peinliche Geschichte und Humbug. Sonst sollen sie uns die Bilder zeigen.»

Dies wäre übrigens nicht die erste «Beiss-Attacke» in der NLA: Im Playoff-Final 2010 zwischen Bern und Servette bekam der damalige SCB-­Kanadier Simon Gamache ­einen Finger von Genfs Thomas Déruns zwischen die Zähne. Bild-Beweise dafür fehlten damals aber.

Beliebteste Kommentare

  • Beat  Hemmi , Widnau
    Leidenschaft hinterlässt Kratzspuren und keinen Knuschflecken!
  • Michael  Guidara , Oberglatt , via Facebook
    Gibts ja gar nicht, von so etwas habe ich ja noch nie gehört. Schon klar das Kparghai etwas anders behauptet, aber ohne Zahnschutz und warum sollte Tavares hier etwas erfinden, unglaublich, so einer gehört gesperrt.

Alle Kommentare (12)

  • Thomas  Stucki , via Facebook
    Alex Frei behauptete auch er habe Gerrard nicht angespuckt! Weshalb sollte sich ein Star wie Tavares so etwas ausdenken, was soll er davon haben?
    • 28.12.2012
    • 5
    • 2
  • Renato  Griggio , Wittenbach
    Und jetzt will mir jemwnd erklären, dass er durch den Panzer, den die Spieler anhaben gebissen hat?
    Zudem...wer verteilt, muss auch einstecken können, sonst soll er Schach spielen.
    • 28.12.2012
    • 7
    • 2
  • Nicolas  Bachmann , Lyss , via Facebook
    Wahrscheinlich sind die Kratzspuren von Ritchi, der sich ständig feige eingemischt hat! Wenn ein 3. sich in einen Zweikampf einmischt wird dies normalerweise mit einer Spieldauer bestraft! Es hat noch mind. 1 weiterer Berner auf Kparghai eingschlagen der relativ wehrlos mit dem Gesicht gegen den Oberkörper von Tavares gepresst war.
    Nur schon dies zeigt auf, dass er nicht in einen Hals beissen konnte.
  • Alain  Walder
    Es liegt an Herrn Tavares zu beweisen, dass er gebissen wurde. Solange dies nicht erfolgt ist, gilt für den Spieler Kparghai die Unschuldsvermutung. So klar und einfach ist das. Im übrigen ist es schon erstaunlich, dass Herr Tavares allen grosszügig sein Kratzerli am Hals zeigt, jedoch von der "bestialen Bisswunde" bis anhin nichts zu sehen ist.
    • richard  sumi , stans
      Wer die Interviews von Tavares gelesen hat, weiss dass er sich nicht vor Publikum einfach so entblösst. Den Rest lassen wir die Zuständigen machen. Gebissabtrücke sind wie Fingerabtrücke, pro Person einmalig. Beissen tut man so oder so nicht. Im Eishockey kann man auf die Refs warten wenn man nicht mehr aus einer Umklammerung kommt. Die haben die Kontrahenten noch immer getrennt.
      • 27.12.2012
      • als Kommentar auf Alain  Walder
      • 24
      • 10
  • Michael  Guidara , Oberglatt , via Facebook
    Gibts ja gar nicht, von so etwas habe ich ja noch nie gehört. Schon klar das Kparghai etwas anders behauptet, aber ohne Zahnschutz und warum sollte Tavares hier etwas erfinden, unglaublich, so einer gehört gesperrt.
Seite 1 2 3 »
Seitenanfang

Top 3

1 Gestern in Wetzikon ZH Bodyguards für Schiri-Ladybullet
2 Schweizer Nacht in Philadelphia Niederreiter ist nun Wild–Topskorerbullet
3 Mark Streit über Freund Nino «Ich mag es ihm von Herzen gönnen!»bullet

National League A

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 HC Davos 23 97:56 51
2 SC Bern 23 81:60 47
3 ZSC Lions 24 77:53 46
4 HC Lugano 23 79:60 46
5 EV Zug 22 75:56 41
6 Genève-Servette HC 24 70:82 33
7 Lausanne HC 24 59:62 32
8 HC Fribourg-Gottéron 23 71:89 28
9 EHC Biel 24 63:81 28
10 Kloten Flyers 22 53:73 27
11 HC Ambri-Piotta 23 52:78 21
12 Rapperswil-Jona Lakers 23 58:85 17

Eishockey