6:3! ZSC Lions besiegen Espoo

  • Publiziert: 10.12.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

Die Zürcher überzeugten vor allem in der Offensive und schlugen die Finnen von Espoo Blues souverän mit 6:3. Damit nähern sich die Lions dem Champions Hockey League-Final.

Die ZSC Lions unterstrichen im Hinspiel des Champions- League-Halbfinals ihre Ambitionen eindrücklich. Im «Exil» in Rapperswil-Jona bezwang der NLA-Leader vor 6100 begeisterten und lautstarken Zuschauern den finnischen Vertreter Espoo Blues verdient mit 6:3.

Die ZSC Lions überrollten die Espoo Blues, die ohne sieben verletzte Stammspieler antreten mussten, im einseitigen Startdrittel richtiggehend. Thibaut Monnets Powerplaytor (7.) war allerdings eine schlechte Ausbeute für die Dominanz des formstarken Schweizer Meisters.
Espoos österreichischer Goalie Bernd Brückler musste bis kurz nach Spielhälfte zwei weitere Male – und damit insgesamt so oft wie in den vier vorherigen Partien zusammen – hinter sich greifen. Ryan Gardner mit einer sehenswerten Drehung vor dem Tor (28.) und Peter Sejna (31.) brachten die ZSC Lions innerhalb von 203 Sekunden 3:1 in Führung.

ZSC hinten fehlerhaft

Das junge Team von Espoo (Schnitt von 24,2 Jahre), das in den Gruppenspielen den SC Bern zwei Mal knapp bezwungen hatte, kam durch Zürcher Eigenfehler zum 1:1 und später zum 2:3. Weil Cyrill Bühler nach einem sensationellen Slalomlauf von Domenico Pittis und Jan Alston mit einem punktgenauen Hocheckschuss den alten Abstand wieder herstellten und sogar vergrösserten, blieben die Aussetzer letzlich ohne Folgen. Den Schlusspunkt setzte Jan Alston mit einem Schuss ins leere Tor zum 6:3.

Remis im Rückspiel reicht

Im Rückspiel am 7. Januar müssen die Zürcher nun ein Remis erreichen, um in die Endausmarchung einzuziehen. Verlieren sie die Partie hingegen, käme es nach 60 Minuten direkt zu einem Penaltyschiessen.

Der erste Europacup-Sieg eines Schweizer Teams gegen eine finnische Mannschaft seit der Saison 1995/96 – damals gewann Kloten gegen Turku 3:2 – lässt für das Rückspiel im neuen Jahr hoffen. Voraussichtlicher Gegner im Final wäre wohl Salawat Julajew Ufa. Der heim- und offensivstarke Spengler-Cup-Finalist des letzten Jahres gewann das «Ural-Duell» bei Metallurg Magnitogorsk 2:1. (si/ds)

Diners Club Arena, Rapperswil-Jona. -- 6100 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Kubus/Orszag, Gajan/Orolin (alle Slk).
Tore: 8. Monnet (Alston, Trudel/Ausschluss Miettinen) 1:0. 21. Ville Lajunen (Keller, Sandell) 1:1. 28. Gardner (Blindenbacher, Suchy/Ausschlüsse Pittis; Ville Lajunen) 2:1. 31. Sejna (Suchy, Wichser) 3:1. 34. Sandell (Keller) 3:2. 38. Bühler (Pittis) 4:2. 48. Alston (Bastl) 5:2. 55. Nättinen (Ville Lajunen) 5:3. 59. Alston (Geering, Trudel) 6:3 (ins leere Tor).
Strafen: Je 5mal 2 Minuten.
ZSC Lions: Sulander; Seger, Suchy; Blindenbacher, Schelling; Geering, Daniel Schnyder; Gardner, Wichser, Sejna; Bühler, Pittis, Trudel; Bastl, Alston, Monnet; Down, Krutow, Grauwiler.
Espoo Blues: Brückler; Alanko, Kuoppala; Ville Lajunen, Kokko; Konttinen, Rönnberg; Näkyvä; Kähkönen, Sallinen, Rajamäki; Puustinen, Keller, Sandell; Lammassaari, Miettinen, Uhlbäck; Jani Lajunen, Nättinen, Lostedt.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Forster, Kamber, Stoffel, Espoo Blues ohne Eaves, Heiskanen, Huczkowski, Kurki, Öhman, Ryhänen und Tolsa (alle verletzt). -- Pfostenschüsse: 17./50. Trudel, 42. Wichser, 55. Ville Lajunen. -- Espoo Blues von 58:25 bis 59:40 ohne Goalie.

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