5 Jahre Knast nach Massenschlägerei?

Am 9. Januar liefern sich die Spieler der russischen KHL-Klubs Witjas Tschechow und Avangard Omsk eine monumentale Schlägerei. Müssen die Prügler nun in den Kanst?

  • Publiziert: 22.01.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Auslöser sind die Spieler des Heimteams Tschechow. Die Schiedsrichter sprechen 691 Strafminuten aus und brechen die Partie in der 4. Minute ab (Blick.ch berichtete). Zurück bleiben diverse Verletzte – zehn Spieler von Omsk, drei von Tschechow sowie die Schiedsrichter.

Von der Liga werden die Klubs mit Bussen in der Höhe von 4 Millionen Rubel (ca. 140000 Franken) bzw. einer Million sanktioniert.

Jetzt bläst die Moskauer Staatsanwaltschaft zum juristischen Forechecking und leitet ein Strafverfahren ein. Sie beruft sich auf das Hooligangesetzt und den Verstoss gegen die öffentliche Ordnung. Weil Strafaktionen während des Spiels im Normalfall unter die Sportgerichtsbarkeit fallen, legen die Fahnder den Fokus auf die Ereignisse vor dem Spiel. Schon während des Aufwärmens war es zu massiven Provokationen und Scharmützeln gekommen. Den Tätern drohen bis zu fünf Jahren Gefängnis. (Von Thomas Renggli)

Niederlage für beide Teams

Die wegen einer Massenschlägerei bereits nach weniger als vier Minuten abgebrochene Partie in der russischen KHL am Samstag zwischen Witjas Tschechow und Awangard Omsk wird für beide Teams als Niederlage gewertet.

Zudem wurden zahlreiche Spielsperren ausgesprochen; sechs Witjas- Spieler sowie ein Akteur von Omsk müssen einmal pausieren. Hinzu kommen Geldbussen gegen weitere Involvierte wie Teamverantwortliche. Witjas Tschechow droht bei einem erneuten Vorfall der Ausschluss aus der KHL. (Si)
play Superstar Jaromir Jagr (im weissen Dress) macht munter mit. (Reuters)

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