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Eiserne Lady scharf auf Ironman

  • Aktualisiert am 02.01.2012

HONOLULU - 2006 war sie wegen Magenproblemen nur Zehnte geworden, in diesem Jahr strebt Natascha Badmann ihren siebten Sieg im härtesten Triathlon der Welt an.

Natascha Badmann ist am Samstag trotz ihrer gut 40 Jahre ein weiterer Erfolg allemal zuzutrauen. Die bisherige Saisonbilanz ist beeindruckend: Sechs Starts, sechs Siege. Am Ironman Südafrika im März feierte sie in Streckenrekordzeit den dritten aufeinanderfolgenden Sieg und wurde Gesamt-Achte, womit sie sich locker innerhalb der zehn Preisgeldränge der Männer befunden hätte.

Nach einem Triathlon über die olympische Distanz auf Lanzarote bestritt Badmann im Frühsommer zwei Rennen über die halbe Ironman-Distanz in den USA. Dort stellte sie am Blackwater Eagleman über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen eine inoffizielle Weltbestzeit (4:08:17) auf.

Im August folgten aus dem Training heraus noch zwei weniger gut besetzte Kurzdistanz-Rennen in Schaffhausen und in Uster, wo sie ihre Siege Nummer fünf und sechs der Saison feierte. Die umittelbare Vorbereitung auf Hawaii absolvierte Badmann traditionell mit einem dreiwöchigen Trainingscamp auf Gran Canaria.

Auf Big Island hat ausser Badmann noch keine Europäerin die Strapazen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen als Schnellste beendet. Im Vorjahr setzte sich die Australierin Michellie Jones erstmals auf Hawaii durch. Vor zwei Jahren war die Olympia-Zweite von Sydney 2000 auf der Laufstrecke von Badmann noch ein- und überholt worden. Ein Zweikampf zwischen der Schweizerin und Jones ist auch diesmal ein mögliches Szenario.

Bei den Männern gelten die Kumpels Stefan Riesen (34) und Ronnie Schildknecht (28) als aussichtsreichste Schweizer. Riesens Trainer Toni Hasler, der auch Badmanns Coach und Lebenspartner ist, sagt: «Riesen ist so stark wie nie zuvor.» Schildknecht gewann heuer erstmals den Ironman Switzerland und war im Vorjahr auf Hawaii mit Platz 15 der bestklassierte Schweizer im Männer-Feld.

Zu den Anwärtern auf ein Spitzenresultat zählen die Deutschen Normann Stadler (Sieger 04 und 06 – mit Rekord auf dem Radabschnitt), Faris Al-Sultan (Champion 2005 und Vorjahrs-Dritter) sowie der in Hawaii regelmässig auf dem Podest stehende Neuseeländer Cameron Brown und der australische Vorjahrs-Zweite Chris McCormack, der als schnellster Läufer im Feld gilt. (si)

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