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10. April GP Spanien in Jerez: Ausfall
Out in der 16. von 23 Runden mit einem Kolbenschaden an 2. Stelle liegend. «Ich hatte den Sieg vor Augen, als ich merkte, dass mit dem Motor etwas nicht stimmte.» Das Podest: Marco Simoncelli, Mika Kallio, Fabrizio Lai.
17. April GP Portugal in Estoril : 3.
2002 hatte er hier seine ersten WM-Punkte gewonnen (9.), nun fuhr er zum zweiten Mal nach Barcelona 2003 aufs Podest: 3. Rang hinter Mika Kallio und Hector Faubel (nur 0,008 Sek. zurück). Nach einem Sturz von Talmacsi war Lüthi auf Rang 9 zurückgefallen und rettete am Ende den Podestplatz mit 42 Tausendstel vor Fabrizio Lai.
1. Mai GP China in Shanghai: 4.
Ein Regenrennen. Tom Lüthi kontrollierte seine Fahrt, fuhr die schnellste Rennrunde und holte sich 4 Sekunden hinter dem Podesttrio (Mattia Pasini, Fabrizio Lai, Gabor Talmasci) den 4. Rang.
15. Mai GP Frankreich in Le Mans: 1.
Der erste Schweizer GP-Sieg seit Jacques Cornu 1989 in Spa! Pole-Mann Lüthi dominierte das Rennen von A bis Z, hatte zwischendurch über sieben Sekunden Reserve auf die Verfolger. Am Ende gewann er seinen ersten GP mit 3,080 Sekunden vor Sergio Gadea und Mika Kallio und verbesserte sich in der WM auf Rang 2 mit zwölf Zählern Rückstand auf Kallio.
5. Juni GP Italien in Mugello: 2.
Erstmals in dieser Saison startete Lüthi nicht aus der ersten Reihe («nur» 6. im Training). Es war ein spektakuläres Rennen. Zuerst stürzte Simoncelli direkt vor Lüthi, in der letzten Runde produzierte Mika Kallio in der Spitzengruppe einen Highsider und riss Hector Faubel mit ins Verderben. Lüthi wurde 2., nur 60 Tausendstel hinter Talmasci (1. GP-Sieg) – der 5. Sieger im 5. WM-Rennen. Lüthi war damit erstmals WM-Leader!
12. Juni GP Katalonien in Barcelona: 7.
Die WM-Führung schon wieder weg: «Nur» Rang 7, nachdem Lüthi vom 10. Startplatz aus nach der 1. Kurve in Führung lag, aber nie um den Sieg mitfahren konnte. Überlegener Sieger wurde Mattia Pasini (neuer WM-Leader), 9 Sekunden vor Marco Simoncelli und Mika Kallio.
25. Juni GP Holland in Assen: 10.
Ein packender GP, bei dem in der letzten Runde immer noch sieben Fahrer um den Sieg kämpften. Vor der letzten Schikane fuhr Lüthi an 3. Stelle liegend seinem Vordermann Simoncelli ins Hinterrad, der dadurch stürzte und ausfiel (auch Kallio stürzte vier Runden vor Schluss). Tom musste durchs Kiesbett ausweichen und fiel auf Rang 10 zurück. Sieger wurde Gabor Talmasci, der in der WM zu Pasini aufschliessen konnte (je 100 Punkte).
24. Juli GP Enland in Donington: 6.
Ein verrücktes Regenrennen, bei dem die WM-Leader Gabor Talmasci und Mattia Pasini durch Sturz ausschieden! Mit Rang 6 verbesserte sich Lüthi auf Rang 3 in der WM, nur einen Zähler hinter dem Leader-Duo. Erstmals auf Podest fuhren Julian Simon als Sieger und Mike Di Meglio als Zweiter. Nach 8 Runden wurde das Rennen wegen des Regens abgebrochen und für die Sprint-Distanz von 9 Runden neu gestartet. Lüthi lag an 3. Stelle, als ihm das Hinterrad wegrutschte und er auf Rang 9 zurückfiel.
31. Juli GP Deutschland auf dem Sachsenring: 2.
Lüthi preschte von Startplatz 3 in Führung und gab diese bis zur 7. Runde nicht mehr ab. Da musste er Mika Kallio vorbeilassen. Er studierte in der Folge dessen Fahrstil, um ihn in der letzten Runde wieder zu überholen. So weit kam es aber nicht. Sieben Runden vor Schluss stürzte Manuel Poggiali in einer Vollgaskurve – das Rennen wurde abgebrochen und gewertet. Lüthi übernahm damit für mindenstens einen Monat wieder die WM-Führung.
28. August GP Tschechien in Brünn: 1.
Zweite Pole-Position der Saison, zweiter GP-Sieg! Und das im Land seines Elit-Teams mit Teamchef Daniel M. Epp. Am Ende wars ein Zitterrennen, weil drei Runden vor Schluss Regen einsetzte, die Jury aber trotz unmissverständlichen Handzeichen der Spitzenfahrer das Rennen nicht abbrach. Lüthi rettete vor Mika Kallio und Marco Simoncelli seinen 2. WM-Sieg und baute die Führung auf den Finnen auf 8 Zähler aus.
18. September GP Pazifik in Motegi: 2.
Das schlimmste Rennen für Lüthi: Fünf Runden vor Schluss flog der Emmentaler hinter Kallio an 2. Stelle liegend nach einem Highsider erstmals in dieser Saison aus dem Sattel. Bis auf einen Piloten konnten alle ausweichen: Sergio Gadea streifte Lüthis Füsse und donnerte danach in die Trümmerteile der Honda des Schweizers. Das Rennen wurde abgebrochen, Lüthi als 2. gewertet. Lüthis ausgekugelte Schulter wurde gleich wieder eingerenkt. An den stark geschwollenen Füssen war zum Glück nichts gebrochen. Lüthi verliess den Rennplatz an Krücken. Talmasci und Simoncelli stürzten ebenfalls und fielen aus dem WM-Rennen.
25. September GP Malaysia in Sepang: 1.
Ein Wunder: Nur eine Woche nach seinem Horror-Crash holte sich Tom die Pole-Position und feierte seinen 3. Saisonsieg. Die WM-Dominatoren duellierten sich bis am Schluss (der 3. Mattia Pasini hatte über 9 Sekunden Rückstand). Lüthi hatte am Ende den Wimpernschlag von 2 Tausendstel Vorsprung!
1. Oktober GP Qatar in Doha: 6.
Nur Rang 9 im Training. Im Rennen setzte sich das KTM-Duo Kallio und Talmasci ab. Wegen des Windes wars für die Verfolger schwierig den Anschluss zu schaffen. Unglaubliches passierte am Schluss: Auf der Zielgeraden hatte der Ungar Talmasci erstmals den finnischen Teamkollegen überholt und schlug diesen um 0,017 Sekunden – Kallio führt in der WM statt mit sieben nur mit zwei Punkten, und im KTM-Team ist für Stunk gesorgt!
16. Oktober GP Australien auf Philip Island: 1.
Wieder Pole-Position für Lüthi, der zuvor seine drei Rennen alle vom besten Startplatz aus gewonnen hatte. So auch in Australien: Ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. Mika Kallio stand als 5. erstmals seit dem Juli nicht auf dem Podest und lag nun in der WM 12 Zähler zurück.
23. Oktober GP Türkei in Istanbul: 5.
Sechs Fahrer kämpften um den Sieg. Dann die letzte Runde: Mika Kallio stürzte, Lüthi hätte sich darauf mit einem 3. Rang als Weltmeister feiern lassen können. Doch der Schweizer fiel auf Rang 5 zurück hinter Di Meglio, Pasini, Koyama und Talmasci. Im letzten Rennen am 6. November in Valencia reicht Lüthi ein 13. Rang zum Titel. Kallio muss gewinnen, um überhaupt noch Champion werden zu können.
6. November GP Valencia: 9.
Ohne Risiko fuhr der Emmentaler auf Rang 9. In der Spitzengruppe (Sturz von Pole-Mann Gadea 5 Runden vor Schluss) schnappte sich Mika Kallio in der letzten Runde zwar den Sieg vor Teamkollege Gabor Talmasci, aber es nützte nichts. Lüthi feierte mit Rang 9 den ersten Schweizer Töff-WM-Titel seit 20 Jahren (Stefan Dörflinger).