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Warum holte Sion diesen Mann? Der Fendant-Rüpel

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Nicola Berger, Alain Kunz und Benny Epstein

Nach seinem Killer-Foul an FCZ-Stucki erhält Sion-Rüpel Serey Die (24) bis auf weiteres keinen Lohn mehr. Im Wallis sind alle sauer auf den Neueinkauf aus der Elfenbeinküste.

Christian Constantin übertreibt gerne. Als der Sion-Präsident Ende Juni den Transfer von Serey Die von Setife (Alg) ins Trockene brachte, sagte er zu BLICK: «Er ist so gut wie Gelson Fernandes, er hat riesige Qualitäten.» Gelson war für 9,1 Mio. Franken zu Manchester City gewechselt.

Gesehen hat man davon noch nicht viel. Im sechsten Spiel ist er bei der 1:3-Ohrfeige gegen den FCZ schon zum zweiten Mal vom Platz geflogen. Mit einem Killer-Foul haute er Verteidiger Daniel Stucki aus den Socken – und leistete sich danach eine Tätlichkeit an Tihinen (das Video: www.blick.ch). Einen Monat zuvor war er gegen YB (2:1) vom Platz geflogen.

Der Fendant-Rüpel! Was ist bloss mit diesem Mann los?

Der Mittelfeldterrier von der Elfenbeinküste war gestern nicht zu sprechen. Dafür redete sein Opfer. Stucki sagte einen Tag danach: «Zum Glück bin ich in die Luft gesprungen, sonst hätte er mich mit seinen Stollen wohl ernsthaft verletzt.»

Die Aktion hat für Serey Die Konsequenzen. Constantin tobte: «Man muss ja verrückt sein, um so ein Foul zu machen! Solange er gesperrt ist, zahlen wir ihm keinen Lohn mehr. Ich habe den Brief an ihn schon abgeschickt.» Serey Die dürfte für mindestens vier Spiele gesperrt werden.

Trainer Uli Stielike sagt: «Ich habe noch nicht mit ihm geredet, aber ich bin so sauer, dass das auch besser ist. Fussball ist eine Frage der Intelligenz, nicht der Brutalität. Das war eine hirnlose Aktion.» Heute knöpft sich Stielike den Sünder vor.

Der Deutsche sagt aber auch: «Man muss bei ihm berücksichtigen, dass er zum ersten Mal in Europa spielt. Das darf keine Entschuldigung sein, aber er hat sich noch nicht an den Fussball hier gewöhnt. Er wird lernen müssen, seine Aggressivität auf eine positive Art zu kanalisieren. Ich hoffe schwer, dass das sein letzter Platzverweis war.»

Serey Dies Ausraster sind nicht Sions einzige Probleme.
13 Gegentore haben die Walliser in sieben Partien bereits kassiert. Nur die Abwehr von Schlusslicht Luzern ist schlechter.

An diesem orientiert sich Sion ab sofort. «Es geht jetzt nur noch gegen den Abstieg», sagte Constantin dramatisch. Für den Direktvergleich am Sonntag in Luzern fordert CC: «Wir brauchen einen Punkt, um den Abstand zu wahren.»

Stielike fordert in der Krise Verstärkungen. «Mit dem bestehenden Personal haben wir schon alles versucht.» Stielike wünscht sich einen zusätzlichen Innenverteidiger. Den wird er allerdings nur erhalten, wenn Constantin den suspendierten Nigerianer Nwaneri verkaufen kann. Angeblich bestehen erneut Kontakte nach England.

Vier Spielsperren für Serey Die

Sions Serey Die erhielt für sein Brutalo-Foul an Stucki vier Spielsperren aufgebrummt. Ausserdem wird der Ivorer nicht um eine Busse herumkommen. (sme)

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