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Er ist Wales’ Rekord-Nationalspieler, hat 100 Spiele für die Rugby-Nati gemacht. Seit Freitag ist es offiziell. «Ja, ich bin homosexuell», sagte Thomas Gareth (35) gegenüber «Daily Mail». Bemerkenswert! Denn er ist der erste noch aktive Rugby-Spieler der zu seinem Schwulsein steht.
Schon als 17-Jähriger entdeckte er seine sexuelle Vorliebe für Männer. Doch er unterdrückte sein Bedürfnis, war sogar von 2002 bis 2006 verheiratet. Denn: «Rugby ist die härteste, machohafteste aller Sportarten», sagt der Modellathlet. Er befürchtete, dass ein Coming-out seine Karriere gefährden würde. Also lebte er sein Schein-Leben weiter.
2006 wollte er sich nicht mehr länger vor sich selbst verstecken, beichtete es seiner Frau. Sie liessen sich scheiden.
Im Winter dann informierte er den Nati-Trainer und seine Team-Kollegen. «Niemand distanzierte sich von mir, keine einzige Person», erzählt er. Jetzt machen sich Schwulen-Organisationen in ganz Europa Hoffnungen, dass Gareths Vorbild auch in anderen Sportarten zum Tabubruch führen könnte – insbesondere im Fussball.
Doch der englische PR-Berater Max Clifford behauptet, zwei schwulen Premier-League-Spielern vom Comingout abgeraten zu haben. «Wenn sie das täten, wäre ihre Karriere vorbei.» Wegen den Fans, den Sponsoren.
Bis heute gibt es nur einen bekannten Spieler, der sich öffentlich outete: Justin Fashanu. Er nahm sich 1998 im Alter von 37 Jahren das Leben. Wo bleibt bloss die Toleranz im Fussball? S. L.