Nach blutigem K.o. Witali Klitschko mit letztem Kampf gegen Haye?

Die Klitschko-Regentschaft im Schwergewicht geht weiter. Witali hat auch im Alter von 41 Jahren noch eine Eisenfaust, haut Herausforderer Manuel Charr blutig. Nun deutet vieles auf einen letzten Kampf gegen David Haye hin.

  • Publiziert: 08.09.2012, Aktualisiert: 09.09.2012

Der deutsch-libanesische Herausforderer Manuel Charr führt vor dem Kampf gegen Witali Klitschko eine ziemlich grosse Klappe. «Ich rieche Angst und das ist gut so. Ich werde den Titel nach Deutschland holen», sagt der 27-Jährige vor dem WM-Fight der WBC beim Wiegen.

Im Ring in der Moskauer Olimpiski Arena ist davon aber herzlich wenig zu sehen. Altmeister Witali (41) verteidigt seinen Titel souverän. «Dr. Eisenfaust» bestimmt von Anfang an das Geschehen. Ende der zweiten Runde schickt er seinen Gegner ein erstes Mal auf die Bretter.

In der vierten Runde haut die Eisenfaust dann zu, Charr strömt das Blut aus dem Auge richtiggehend übers Gesicht. Der Kölner fightet verzweifelt, doch dann wird der Kampf abgebrochen. Die Wunde beim Kölner blutet zu heftig. Klitschko siegt durch technischen K.o.

Charr kann es nicht fassen, will unbedingt weiterkämpfen und wütet im Ring. «Ich wollte in der zweiten Hälfte aufdrehen, dann hätte ich dich gekriegt», schreit er Klitschko zu.

Doch dazu kommt es nicht. Es bleiben alle vier Schwergewichts-Titel in ukrainischer Hand, genauer in Klitschko-Hand. Denn die anderen drei Gürtel besitzt Witalis Bruder Wladimir.

Ein Highlight des Abends kommt schon im Vorprogramm. Witalis Ehefrau Natalia hält ihm vor dem Kampf ein Ständchen, singt im Ring «Power of Love», der 80er-Hit von Jennifer Rush.

Wie oft Witali noch in den Ring steigt, ist unklar. Vieles deutet aber darauf hin, dass seine Karriere mit einem Highlight zu Ende geht. Der Engländer David Haye hat sich wiederholt für einen Kampf gegen einen der Klitschkos ins Gespräch gebracht und Witali wird seine Boxlaufbahn mit einem Knüller beenden wollen. Dafür kommt fast nur Haye infrage, der vor gut einem Jahr Wladimir unterlag.

Für die Zukunft ausserhalb des Rings hat Witali bereits konkrete Pläne. Er will in die ukrainische Politik. Bei den in einem Monat stattfindenden Parlamentswahlen tritt er als Vorsitzender der Partei UDAR an. (sme/ivr)

Beliebteste Kommentare

  • Eric  Lang , Banglamung
    Die Klitschkos sollten aufhören gegen so Kirmes-Boxer zu kämpfen, zur Legendenbildung taugen solche Fights leider nicht.
  • Kofmel  Peter , via Facebook
    Klitschko haut die Grossmâuler alle um,der Typ ist nicht zu schlagen.Super Mensch und Sportler zugleich. BRAVO

Alle Kommentare (18)

  • Steeve  Krebser , via Facebook
    Die Klitschkos sollten mal gegeneinader boxen, es wäre für beide eine herausworderung, nicht so wie die anderen gegnern
    • 09.09.2012
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  • richard  keith
    Bei einem Schwergewichts-Kampf diesen Kalibers, sollte der Ringarzt ein Bisschen großzügiger sein mit der Beurteilung der "Verletzungen" eines Boxers. Schließlich kämpfen hier zwei Männer von weit über hundert Kilogramm gegen einander und keine Tischtennis-Knaben. Diese Boxer wissen was ihnen im Ring alles passieren kann, dafür haben sie ein jahrelanges Training hinter sich. Ich habe das Gefühl, die Boxerei entwickel sich langsam zu einer: "Wenn du das nochmal machst, hau ich dir eine." Sportart.
  • René  Speich , Bern , via Facebook
    ja die Klitschkos haben seit langem keine Gegner mehr. Aber die, die ihnen das wasser reichen könnten, üben einen anderen Sport aus.So einen Schwinger aus unseren Gefilden, mit entsprechenden Trainingsaufwand und Sponsoren hätte den Klitschkos die Stirne bieten können. Z.B. Jörg Abderhalden.
    Mit anderen Worten, gegen Cassius Clay, Joe Frazier, George Foreman oder den Ohrenbesser Mike Tyson hätten die Klitschkos keine Chancen gehabt.
    • Gregor  Meier
      Zuviel Sonne bekommen in Bern? Jörg Abderhalden hätte eine Chance gehabt? Natürlich! Die anderen Boxer sind ja alles Pappnasen und warten nur auf einen J.A. ? Vielleicht hätten Ali, Frazier, Foreman oder Tyson gewonnen, aber nur vielleicht! Die Klitchko-Brüder sind einfach gut UND symphatisch, das muss man neidlos anerkennen. Fertig!
      • 09.09.2012
      • als Kommentar auf René  Speich , Bern
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    • René  Speich , Bern , via Facebook
      ja heute schien die sonne den ganzen tag. das mit Abderhalden war nur ironisch gemeint, da sich scheinbar auf der ganzen welt niemand findet, der den Klitschkos die stange halten kann.
      • 09.09.2012
      • als Kommentar auf René  Speich , Bern
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  • Peter J.H.  Wyss , Oetwil am See
    Klitschkos sind ausgewiffte Geschäftsmänner. Die lassen nur "schwache" Gegner ran. So kann Klitschko 1 und 2 auch mit 80 noch kraftvoll zuschlagen. Und Weltmeister bleiben. Und das wichtigste: Geld schaufeln. Zusatzkomentar: In 10 jahren sind die Klitkos Besitzer vom TV-Sender RTL!!!
  • Manish   Gupta , Gümligen
    Ist schon irgendwie immer auffällig.....wenn die Klitschkos boxen wird meistens der Kampf abgerbrochen oder die Gegner sind so schwach Pressekonferenz das grösste Maul,dass sie im Ring gar nichts taugen.
    Gestern musste der Kampf abgebrochen werden, weil sein Gegner einen Cut hatte...hey wo sind die alten Boxerzeiten - Mann gegen Mann - bis einer zu Boden geht??? Früher wurde auch mit einem Cut unter dem Auge inkl. Blut weiter geboxt...dass ist irgendwie ein Memmensport geworden..

    Charr wollte umbedingt weiter boxen, man hätte ihn boxen lassen sollen,denn Vitali war zum ersten Mal verwundbar und auch schlagbar. Vitalis Herausforderer kämpfte wie ein Löwe und brachte viel "Schärfe" in den Ring. So nach dem Motto - "Ganz oder gar nicht...Gewinnen oder Verlieren" und dass wollen die Zuschauer sehen. Nicht das abwartende Boxen,wie es die Klitschkos gerne machen. Charr sollte eine zweite Chance kriegen,gegen Vitali zu boxen.
    • Michele  Stehli , Luzern
      Sorry haben sie den Box Kampf gehsen oder nur die Berichte gelesen? Hätte Charr nicht wegen Technischem KO verloren dann wegen den Punkten. Der Typ hat sich ja mal Null bewegt und sein "können" null gezeigt. UNd dass so ein Kampf abgebrochen wird hat rein gesundheitliche Gründe. Hätte man die beiden weiter Boxen lassen und Charr hätte ich ernsthaft verletzt würden Personen wie sie schreiben WARUM HAT MAN DEN KAMPF NICHT ABGEBROCHEN ? Fakt ist nun mal dass die KlitschK.O`s die Nummer 1 Sind. Und nicht nur durch geblabber sondern durch Fakten und Siege!!!
      • 09.09.2012
      • als Kommentar auf Manish   Gupta , Gümligen
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    • reto  schwarz
      Manuel Charr hat sich viel vorgenommen und Herz bewiesen was anderes blieb Ihm auch nicht.
      Aber Fakt ist das Manuel Charr in jeder Runde hinten lag, in der 2. Runde sogar auf die Bretter ging.
      Er konnte dem Klitschko das Wasser nicht reichen genau so wie alle anderen Herausforderer auch. Sich über Ringrichter entscheide aufregen ist nur show and shine.
      Und die Klitschkos suchen sich nicht die gegener aus, als Amtierende Nummer 1 ist man verpflichtet Herausforderungen anzunehmen.!
      • 09.09.2012
      • als Kommentar auf Manish   Gupta , Gümligen
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