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Rund 1500 Fans erleben, wie Lokalmatador Yves Studer (27) vom Berner Boxstall «Boxing Kings» erneut Europameister der Nicht-EU-Staaten wird. Im Mittelgewicht holt er sich den Titel gegen den weissrussischen Herausforderer Andrei Salakhutdzinau.
Zwar will Studer vorzeitig siegen und beginnt entsprechend aggressiv. Von den ersten fünf Runden gewinnt er gegen den zähen Weissrussen aber nur drei. Doch dann kommt ihm seine Kondition zu Gute. Obwohl er über die volle Distanz gehen muss, läuft er nie Gefahr, den Kampf zu verlieren. «Es war ein harter Fight», so Studer nach den zwölf Runden. «Doch ich musste keinen richtig harten Treffer einstecken. Jetzt kann ich ein zweites Mal Weihnachten feiern – mit einem feinen Fondue Chinoise.»
Mitte 2010 möchte Boxing-Kings-Boss Daniel Hartmann endlich den angestrebten Europameisterschafts-Kampf organisieren. Vielleicht sogar im Stade de Suisse?
Im zweiten Titelkampf des Abends läuft der Berner Herausforderer Mohamed «Momo» Belkacem dem Titelverteidiger Magomed Aripgadjiev in einen Konter und geht in der zehnten Runde k. o. Dumm gelaufen, denn Belkacem fordert dem Olympia-Silbermedaillen-Gewinner von 2004 alles ab. Der Titel bleibt in Minsk.
Aus Berner Sicht erfreulich: Der Auftritt von Alain Chervet (19). Der Neffe des legendären Fritz Chervet siegt gegen Daniel Egbide locker. Der Trainer des Genfers wirft in der zweiten Runde das Handtuch. Chervet ist seit November amtierender Amateur-Schweizermeister im Leichtgewicht.
«Bei uns liegt das Boxen wohl in der Familie», sagt er nach dem Kampf lachend. «Mein grosses Ziel ist eine Profi-Karriere!» Gute Nachricht für die Schweizer Box-Fans.