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Die Formel 1 neun Wochen vor dem WM-Start in der Wüste von Bahrain. Und dort wird das neue Sauber-Team unter dem offiziellen Bewerber-Namen BMW-Sauber F1 antreten. Mit einem Ferrari-Motor! Der Hinwiler Chef zur einmaligen Situation: «Im Moment stellen wir keinen Antrag auf eine Namensänderung!»
Über die Gründe sollte nicht zu lange spekuliert werden: Aber das BMW-Gespenst wird wohl noch einige Zeit herumspuken – diesmal offenbar mit guten Absichten. Hätte BMW im Sommer Peter Sauber den Wiedereinstieg in die Formel 1 nicht mit überhöhten Forderungen zuerst verhindert, wäre zum Beispiel auch Super-Sponsor Petronas geblieben und nicht zu Mercedes abgehauen.
Die Anmeldungs-Rettung in letzter Minute fand dann unter dem alten Bewerber-Namen BMW-Sauber F1 statt. So würde bei einem Sieg sogar die deutsche Hymne gespielt ...
In Hinwil, wo die Motivation wieder stark gestiegen ist, läuft alles nach Plan. Das neue Auto ist praktisch fertig. Und bald wird Verwaltungsratspräsident Peter Sauber neben dem japanischen Haudegen Kamui Kobayashi (23) auch den spanischen Testkönig Pedro de la Rosa (am 24. Februar 39) als zweiten Fahrer bestätigen. Eine sehr starke Kombination, wenn es um Erfahrung und Kampfkraft geht.
Über die vier Neuen Teams gibt es weiter viele Gerüchte. USF1 will das Auto im Februar zuerst in den USA testen, bevor man in Spanien gegen die Konkurrenz antritt. Doch von einer Fahrerverpflichtung weit und breit keine Spur. Alarm löste jetzt Campos aus. Das spanische Team, das bereits Bruno Senna verpflichtet hat, ist finanziell am Ende. «Ja, wir suchen einen Investor oder Käufer», sagt der frühere GP-Pilot und Chef Adrian Campos.
Bei Toyota in Köln wird auch zwei Monate nach dem Formel-1-Rückzug weiter an einem neuen Auto gearbeitet. Für Geschäftsmann Zoran Stefanovic. Der Serbe verdient seine Millionen mit einer Firma, die in der Militär- und Weltraumindustrie tätig ist.
GP-Direktor Bernie Ecclestone hat Stefanovic geraten, sich als 14. Team vorzubereiten, «weil kaum alle vier neuen Teams kommen werden». Als Pilot würde der Serbe dem seit dem Singapur-Crash-Skandal 2008 unerwünschten Nelson Piquet Jr. (24) eine neue Chance geben.
Sébastien Buemi (21) ist von den Ferien auf Mauritius zurück und froh, dass in Faenza zwei Autos bereit stehen. Weltmeister Jenson Button (in neun Tagen 30) wartet auf Hawaii mit seiner Verlobten Jessica auf den Teststart (1. 2.).
| Team | Fahrer | Motor |
| Mercedes GP | ROSBERG, M. SCHUMACHER | Mercedes |
| Red Bull | VETTEL, WEBBER | Renault |
| McLaren | HAMILTON, BUTTON | Mercedes |
| Williams | HÜLKENBERG, BARRICHELLO | Cosworth |
| Renault | KUBICA, Baguette? Heidfeld? | Renault |
| Toro Rosso | BUEMI, ALGUERSUARI | Ferrari |
| Ferrari | MASSA, ALONSO | Ferrari |
| Force India | SUTIL, LIUZZI | Mercedes |
| Manor-Virgin | GLOCK, DI GRASSI | Cosworth |
| Campos? | SENNA, Wurz? Villeneuve? | Cosworth |
| USF1? | Summerton? Villeneuve? Wickens? | Cosworth |
| Lotus | TRULLI, KOVALAINEN | Cosworth |
| BMW-Sauber | KOBAYASHI, DE LA ROSA | Ferrari |