Beachvolley-Girls kennen sich erst seit einer Woche So schön sind unsere Weltmeister-Küken

  • Publiziert: 05.09.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Yannick Peng

HALIFAX - Da haben sich zwei gefunden. Erst fünf Tage vor den Junioren-Titelkämpfen im Beachvolleyball tun sich Joana Heidrich und Nina Betschart notgedrungen zusammen. Resultat: der WM-Titel!

Die Vorbereitung lief alles andere als optimal. Und trotzdem stellt die Schweiz seit Sonntag den neuen Beachvolleyball-Champion bei den U21-Juniorinnen.

«Wir sind so stolz, dass wir für unser Land die erste Junioren-Goldmedaille der Geschichte geholt haben», schwebt Teamleaderin Joana Heidrich (19) nach dem siegreichen Final auf Wolke sieben.

Dabei war vor rund einer Woche noch kein kometenhafter Aufstieg in Sicht. Da Anouk Veré-Dépré (19) aus gesundheitlichen Gründen vor den Titelkämpfen in Halifax Forfait gibt, muss sich Heidrich kurzfristig nach einer neuen Partnerin umschauen.

Fünf Tage vor Turnierbeginn wird die mit 1,90 m grösste Schweizer Beachvolleyballerin fündig. Nina Betschart, zarte 16 Jahre jung, springt in die Bresche.

Unbeschwert treten die beiden im Sand an der kanadischen Ostküste auf. Als hätten sie nie eine andere Partnerin zur Seite gehabt, so vertraut wirken Heidrich und Betschart bereits.

Eine einzige Vorrunden-Niederlage setzt es bis in den Final ab. Dort vollenden sie das Märchen. In drei Sätzen schlagen die Schweizerinnen das topgesetzte kanadische Duo Victoria Altomare/Melissa Humana-Paredes.

WM-Gold kommt wegen der Vorgeschichte überraschend. Der Titel ist aber mit sechs Siegen in sieben Spielen hochverdient. «Es ist überwältigend, dass wir als einwöchiges Team diesen Triumph errungen haben», verrät die sichtlich gerührte Heidrich.

Für ihre Küken-Partnerin hält die 19-Jährige nur lobende Worte bereit: «Nina spielte an ihren ersten Junioren-Weltmeisterschaften unglaublich. Wenn sie älter ist, wird sie eine grossartige Beachvolleyballerin!»

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