Aufruf vor Superbowl Supermodel Bündchen: «Betet für meinen Mann»

Sind Quarterbacks die letzten richtigen Männer? Gisele Bündchen zittert jedenfalls heute Nacht um Tom Brady, wenn der mit den New England Patriots auf die New York Giants trifft. Die zwei sind das spektakulärste Ehepaar der Welt.

  • Publiziert: 05.02.2012
  • von Oskar Beck
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Einfach luxuriös: Gisele und Tom wohnen in Brentwood, dem Star-Viertel von Los Angeles.

(zvg)

Tom Brady ist die Antwort auf die Frage, warum der Herrgott den Menschen zwei Augen gegeben hat: Wenn bei der 46. Superbowl heute Nacht in Indianapolis die New England Patriots auf die New York ­Giants treffen, schaut die Sportwelt mit dem einen Auge auf den Quarterback der Patriots – und mit dem anderen auf die VIP-Loge, denn dort sitzt als Blickfang eine aufregende Brasilianerin, die mit ihrem Ja vor dem Altar dafür sorgte, dass Brady nicht nur ein hundsgewöhnlicher Superstar ist, sondern ein Halbgott in der Galerie der Glitzernden und Glamourösen.

Gisele Brady heisst die Schöne, oder besser: Gisele Bündchen. Vor drei Jahren haben sie standesgemäss geheiratet, der Superbowl-Superstar und sein Supermodel: Den Antrag machte er ihr bei einem Rundflug im Hubschrauber, auf Wolke sieben. Und bei der Hochzeit trug die Braut dann einem glaubhaften ­Augenzeugenbericht zufolge «ein von Dolce & Gabbana entworfenes elfenbeinfarbiges Bustier-Kleid mit trompetenförmig ausgestelltem ­Volant». Vermutlich trugen auch ihre drei Hunde zu den Blumenhalsbändern noch einen bodenlangen Schleier bei der Trauung in Santa Monica.

Gleich um die Ecke ist Hollywood. Dort waren Sport und Show schon immer ein Traumpaar. Ein Star ­heiratet einen Star, wie das Baseball-Idol Joe DiMaggio das Sexsymbol Marilyn Monroe oder Beyoncé ihren Jay-Z. Und die Beckhams wurden hier dereinst zum romantischsten Ehepaar der Welt gewählt. Einpacken können sie laut «Forbes» aber inzwischen in der Geldrangliste – nur noch Vierter sind sie mit den lumpigen 45 Millionen Dollar, die sie letztes Jahr zusammen einsackten. Die Bradys sind Erster. Um 76 Millionen sind sie reicher geworden. Gisele steuerte 45 dazu bei, Tom das Haushaltsgeld.

Aber auch er muss nicht jammern. Allein sein Quarterback-Lohn beläuft sich auf 72 Millionen für die nächsten vier Jahre, und dafür krümmt er sich. Beim Halbfinale gegen die Baltimore ­Ravens stand es 16:20, ein Touchdown musste her – und Brady flog mit dem Ei in die Endzone und liess sich auch durch einen krachenden Hieb nicht ­stoppen. In der Loge ­erlitt Patriots-Besitzer Robert Kraft eine Angstattacke: «Hoffentlich, dachte ich, hat Tom sich nicht das Rückgrat gebrochen.» Doch Brady stand auf, schüttelte sich und nahm Heldenpose an.

Sind Quarterbacks die letzten richtigen Männer? Sie sind die Generäle in der Schlacht um Raum und Yards. Sie sind aus Hartholz geschnitzt, verteilen die Bälle unter den gröbsten Attacken – und gehen notfalls mit dem Ei in der Hand selbst steil. Bei den Damen haben sie jedenfalls einen Schlag. Wenn der stählerne Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers ein Lokal betritt, zupfen sich die Mädels die Röckchen zurecht und ziehen mit dem Lippenstift nach. Oder Joe Namath – die Legende der New York Jets – ­endete auf Drängen seiner weiblichen Anhängerschaft einst in Hollywood als «Broadway-Joe».

Quarterbacks sind sexy, und für Gisele Bündchen kam etwas Kleineres gar nicht in Frage angesichts ihrer Beine, die an der Sohle beginnen und am Hals aufhören – es musste ein Mannsbild sein. Brady passte. Drei Superbowls hatte der unwiderstehliche kalifornische Beach Boy da schon gewonnen. 2001, 2003 und 2004. Jetzt will er Ring Nummer vier, mit dem Ehering wäre es sogar der fünfte. Seine Gisele startete sogar einen Aufruf: «Betet für meinen Mann», flehte die hübsche Brasilianerin vor dem entscheidenden Spiel.

Das Traumpaar bewohnt eine Villa in Brentwood, dem vornehmen Star-Viertel von Los Angeles, mit acht Schlafzimmern. Zur Nachbarschaft gehör(t)en Heidi Klum und Seal, aber auch Arnold Schwarzenegger – und vor allem Bridget Moynahan, eines der Hollywood-Mädels aus «Sex and the City».

Bridget wohnt praktisch um die Ecke, mit ihrem vierjährigen Söhnchen, und heute Abend wird sie vor dem Fernseher, wenn Brady den Ball hat, zum kleinen John sagen: «Schau, da ist Daddy.» Sie waren verlobt, sie war schwanger, aber Gisele geriet dazwischen. Auch die bekam nicht viel später einen kleinen Brady, er heisst Benjamin, und Bridget biss auf die Zähne und sagte: «Mein John freut sich, dass er jetzt einen Halbbruder hat.» So sind sie, die Männer. Hart wie die Quarterbacks. Und Tom Brady ist nun einmal der Beste.

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