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Die Pittsburgh Steelers waren vor dem Spiel der haushohe Favorit. Doch die Cardinals kamen mit der Aussenseiterrolle gut klar und kämpften sich sogar nach einem 13 Punkte Rückstand wieder heran – eine von vielen Rekord-Marken dieser geschichtsträchtigen Super Bowl.
Die Cardinals können kämpfen
Der vom Schicksal geplagte Kurt Warner (seine Schwiegereltern starben in einem Tornado) hielt seine Cardinals lange im Spiel. Der Quarterback hätte mit einem Triumph als Erster mit zwei verschiedenen Teams die Super Bowl gewinnen können. Und diese Chance spornte den 37-Jährigen wohl besonders an. Immer wieder konnte Warner mit klugen Pässen den überragenden Wide Receiver Larry Fitzgerald lancieren. Dieser rannte schier mühelos durch die beste Verteidigung der NFL. Mit einem grandiosen 64-Yard Touchdown nach einem Reception brachte der Cardinals-Superstar sein Team nicht nur wieder an die Steelers heran, sondern übernahm mit dem Team aus Arizona kurz vor Ende sogar die Führung.
«Big Ben» bleibt cool
Doch die Steelers haben nicht nur eine monströse Defense, sondern auch einen absoluten Superstar als Quarterback. Ben Roethlisberger (der American Footballer mit Schweizer Wurzeln) gewann 2006 als jüngster Quarterback aller Zeiten die Super Bowl.
Und gegen die Cardinals konnte sich der 26-Jährige sogar noch besser auszeichnen. Seine Gegenspieler konnten das Kraftpaket selten entscheidend stören, immer wieder kamen Bens Pässe bei den Steelers-Receivern an. Und besonders in der hektischen Schlussphase bewahrte der 26-Jährige stets kühlen Kopf und sorgte kurz vor Spielende mit einem millimetergenauen Pass auf das Steelers Sorgenkind Holmes (u.a. Drogendelikte) für den 27:23 Schlussstand.
Roethlisberger sorgt für Rekorde
Ben Roethlisberger gewinnt somit in fünf Jahren in der NFL bereits zum zweiten Mal die Super Bowl und steigt endgültig zu den grossen dieses Sports auf. Die Steelers holten sich mit dem Last-Minute-Erfolg zum sechsten Mal die Trophäe und sind somit alleiniger Rekord-Champion!
Roethlisberger meinte zum Sieg: «Alles ist möglich. Wir mussten bis zum Ende hart kämpfen, jetzt bin ich einfach unendlich froh und danke meinem Team.» Diese Worte werden auch den neuen US-Präsidenten freuen, denn vor dem Spiel tippte Barack Obama auf einen Eintrag der Steelers in die Geschichtsbücher und bewies damit ein gutes Händchen.
Da ist sie! Ben Roethlisberger hält zum zweiten Mal die Vince Lombardi Trophy in die Höhe.- AP