Ulrich Giezendanners neuster Coup: Tunnelgebühr am Gotthard
Von Christian Dorer und Marcel Odermatt | Aktualisiert um 23:11 | 28.07.2007
Schluss mit Stau! SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner will eine zweite Gotthardröhre bauen – und das Geld mit einer Tunnelgebühr eintreiben.
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«Blitzen wir im Parlament ab, lancieren wir eine Volksinitiative!» Giezendanner bei sich zu Hause in Rothrist AG. (Foto: Kurt Reichenbach)
Vehement kämpft der Aargauer SVP-Nationalrat und Transportunternehmer Ulrich Giezendanner (53) normalerweise gegen Steuern und Abgaben. Aber für einmal fordert er selber eine Gebühr – am Gotthardtunnel.
Sein Plan:
Der Vorschlag ist brisant – und nur einer von vielen, die eine SVP-interne Arbeitsgruppe unter seiner Leitung ausgearbeitet hat. Das Papier liegt SonntagsBlick vor.
Das sind die Forderungen:
Der Widerstand im Parlament ist gewiss: «Eine Zwängerei», findet Nationalrat Norbert Hochreutener (61, CVP/BE). «Das Volk hat 2004 Nein gesagt, das gilt.» Auch Franziska Teuscher (49, GB/BE) wehrt sich: «In Zeiten der globalen Erwärmung sind neue Strassen das völlig falsche Signal.» Immerhin sei es aber positiv, dass jetzt auch die SVP erstmals die Idee der Strassengebühr aufnehme.
Giezendanner sieht einen entscheidenden Unterschied: «Die wollen ein Road-Pricing – ich will ein Tunnel-Pricing!»
Sein Plan:
- Ein privates Unternehmen soll eine zweite Röhre bauen. Kosten: rund 900 Millionen Franken.
- Jeder Autofahrer soll pro Durchfahrt rund 12 Franken zahlen.
- Für Ausländer wärs teuer, für Urner und Tessiner billiger.
Der Vorschlag ist brisant – und nur einer von vielen, die eine SVP-interne Arbeitsgruppe unter seiner Leitung ausgearbeitet hat. Das Papier liegt SonntagsBlick vor.
Das sind die Forderungen:
- Alle Engpässe auf A 1 und A sollen dringend ausgebaut werden.
- Danach sollen die beiden Autobahnen durchgehend auf sechs, in Agglomerationen auf acht Spuren erweitert werden.
Der Widerstand im Parlament ist gewiss: «Eine Zwängerei», findet Nationalrat Norbert Hochreutener (61, CVP/BE). «Das Volk hat 2004 Nein gesagt, das gilt.» Auch Franziska Teuscher (49, GB/BE) wehrt sich: «In Zeiten der globalen Erwärmung sind neue Strassen das völlig falsche Signal.» Immerhin sei es aber positiv, dass jetzt auch die SVP erstmals die Idee der Strassengebühr aufnehme.
Giezendanner sieht einen entscheidenden Unterschied: «Die wollen ein Road-Pricing – ich will ein Tunnel-Pricing!»
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