Editorial «Wer hat die Macht? Wer entscheidet, was geschieht?»

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Der heutige SonntagsBlick ist anders. Für diese eine Ausgabe habe ich die Gestaltungshoheit über den aktuellen Bund und das Magazin Ihrer Zeitung übernommen – und gemeinsam mit meinem Art Director Jürg Wey versucht, Kunst und Boulevard zusammenzubringen.

Die Frage, was ich als Künstler am SonntagsBlick verändern würde, beschäftigte mich monatelang. Ich erarbeitete Dutzende Layouts, Titelbilder und Schriftbilder – mal ganz radikal, mal ganz zahm. Und immer trieb mich die Frage um: Wie weit kann, darf ich gehen?

Das Thema hingegen war schnell gefunden: In einer Zeit, in der die digitale Evolution weltweit Wirtschaft und Politik, ja die ganze Gesellschaft auf den Kopf stellt, ist die zentrale Frage doch: Wer hat da die Gestaltungshoheit?

Wer entscheidet, was geschieht? Wer hat die Macht – und wodurch wird sie eingeschränkt?

Über diese Fragen haben Journalisten des SonntagsBlick mit zwanzig Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion, Sport und Kultur gesprochen – ich habe sie fotografiert. Im analogen Stil, zumeist mit Schwarz-Weiss-Film. Auch, um der schnellen, digitalen Zeit etwas entgegenzuhalten.

In den letzten Wochen haben wir dann gerungen: um die besten Layouts, die besten Bilder, die besten Texte. Das Resultat halten Sie nun in Händen: Einen SonntagsBlick im künstlerischen Kleid, konsequent, geradlinig, eigenständig – trotz Kompromissen stark und neu.

Auf neun Seiten dieses SonntagsBlick finden Sie eines meiner Cowboy-Bilder als Starschnitt. Als Fotografien prägten sie in weltweiten Werbekampagnen den öffentlichen Raum. Über Plakatwände, Inserate und Kinoanzeigen fanden sie Eingang in Werke der Konzeptkunst. Gesetzliche Restriktionen brachten sie jedoch zum Verschwinden aus der Öffentlichkeit und entzogen jenen Kunstwerken den zu ihrem Verständnis notwendigen Bezug.

Zur Weiterentwicklung habe ich diesen amerikanischen Mythos mit Ölfarbe auf Leinwand gemalt und ihn der schnellen Zeit entrissen. Nun mache ich ihn als künstlerisches Werk und Zeichen des kreativen Prozesses Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, zum Geschenk.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
Hannes Schmid

Publiziert am 20.11.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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