Editorial «Den Polizisten gebührt für ihren Einsatz Dank»

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Liebe Leserin, lieber Leser

Zwei Polizisten liegen schwer verletzt im Spital, einer schwebt in Lebensgefahr. Vergangene Woche hat ein Mann auf sie geschossen, aus heiterem Himmel, bei einer – wie es schien – banalen Routinekontrolle.

Der Schütze hatte eine Waffe griffbereit. Und war entschlossen, sie einzusetzen. Eine Bereitschaft zur Gewalt, die erschreckt.

Wenn Terroristen zuschlagen, ertönt der Ruf nach mehr Sicherheit – mehr Polizei, mehr Überwachung, mehr Gesetze.

Wenn aber zwei Polizisten angegriffen werden, bleibt es erstaunlich ruhig im Land. Höchstens wird gefragt, ob ein Fehler passiert sein könnte, weil man den Täter nicht als gemeingefährlich erkannt hat.

Sicher, Gefahr gehört zum Beruf des Polizisten. Wer Angst hat, sollte ihn nicht ergreifen.

Dass aber Beamte wie Freiwild gejagt werden, «beschimpft, bedroht, beschossen», wie meine Kollegen Roland Gamp und Coya Vallejo schreiben, sollte zu denken geben: Dieses Los haben sie nicht verdient!

Polizisten stehen im Einsatz, wenn andere Feste feiern – wie vor einer Woche an Silvester. Öffentliches Lob gabs dafür nicht. Vielmehr Häme, jede Menge. 

Polizisten sind nicht unfehlbar. Und sie haben nicht immer recht. Wir dürfen uns selbstverständlich über sie ärgern, wenn sie uns – zu Unrecht, wie wir uns gerne vormachen – wegen einer Bagatelle büssen, statt ein Auge zuzudrücken.

Doch die gleichen Polizisten schützen uns und unseren Rechtsstaat, oft unter Einsatz ihres Lebens. Dafür gebührt ihnen Dank.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
Christian Maurer

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Publiziert am 07.01.2017 | Aktualisiert am 07.01.2017
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