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Gesittet: SVP greift in der Schule durch

Von Daniel Jaggi | Aktualisiert um 18:04 | 21.06.2007

Die SVP fordert mehr Respekt, Ordnung und Disziplin. Bei den Schülern fängt sie an: mit Vorschriften für das Verhalten
im Unterricht.



Die beiden Models zeigen, was die SVP alles verbieten will. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Cap, Baseball-Mütze, mit Gel
die Haare hochstellen oder Irokesenfrisur.
(Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Hände in den Hosentaschen. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Zerschlissene Jeans. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Turnschuhe. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Skateboard. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Handys, MP3-Player und andere elektronische Geräte. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Sichtbarer Brustansatz.
Nicht erlaubt: Sichtbare Unterwäsche und Bauchfrei (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Mini-Jupe. (Foto: Sabine Wunderlin)
Nicht erlaubt: Kickboard und Flip-Flops (Foto: Sabine Wunderlin)
ABO-SERVICE
Die Schule ist keine Badi – da wird fürs Leben gelernt», sagt Christine Daborn (59). Die Präsidentin der SVP Zufikon fordert, dass die Schüler der kleinen Aargauer Gemeinde künftig ordentlich gekleidet zum Unterricht erscheinen und sich dort anständig aufführen. Sie hat einen Forderungskatalog mit 17 Punkten erstellt, der SonntagsBlick vorliegt. Die Schüler sollen unter anderem:
  • saubere und ganze Kleider
  • keine Turnschuhe
  • keine sexy Klamotten tragen
  • die Erwachsenen mit Namen grüssen
  • in ganzen Sätzen sprechen
  • die Hände aus den Hosentaschen nehmen
  • aufstehen, wenn der Lehrer sie anspricht

Verboten werden sollen Handys, Skateboards, Zigaretten, Alkohol, Drogen, Littering und Gewalt.

Schüler halten sich an rigide Kleidervorschriften

Zufikon ist nur ein Beispiel. Die SVP will im ganzen Land für Ordnung auf den Pausenhöfen sorgen, wie Parteipräsident Ueli Maurer (56) sagt: «In der Schule braucht es mehr Disziplin und Ordnung. Wer vergammelt daherkommt, zeigt sehr viel von seinem Charakter.» Unterstützung erhält Maurer von Kathrin Dubi (34). Die Assistentin an der Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie der Uni Basel sagt: «Mehr Jugendliche, als man denkt, wünschen sich Leitlinien. Viele haben die Nase voll vom Diktat der Bekleidungsindustrie.»

Wie einfach sich klare Leitlinien umsetzen lassen, zeigt das Beispiel der Oberstufe Wittenbach SG. Hier gilt seit vergangenem Sommer eine strenge Kleiderordnung – und sie bewährt sich. Schulleiter Kurt Angehrn (61): «Die Schüler halten sich daran, wir hatten nur zwei Verstösse.»

In Zufikon hat die Schulpflege die Schulordnung ergänzt. Verboten sind seit den Frühlingsferien sichtbare Unterwäsche, sichtbarer Füdlispalt, sichtbarer Brustansatz, Mützen, Handys, MP3-Player und alle anderen elektronischen Geräte.

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Redaktion SonntagsBlick
Dufourstrasse 23
8008 Zürich
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anonim, zurich - 22:58 | 18.05.2007
» ich finde es lächerlich....warum keine turnschuhe oder keine flipflops...was sollen wir dann anziehen....??? und in die schule kommt niemand so angezogen wie im bild bei mädchen...
Simon, Chur - 12:01 | 06.05.2007
» Turnschuhe sollen verboten werden? Was soll man denn sonst anziehen? Etwa Nazistiefel?
Anita, Winterthur - 12:00 | 06.05.2007
» Vorsicht! Wenn es nun Mode ist, Jeans mit Löcher zu tragen, dann ist das auch kein Regelverstoss. Turnschuhe zählen nun mal zum Tenue der Teenies. Daher finde ich dies völlig in Ordnung.
Marc Hilpert, Arlesheim - 11:58 | 06.05.2007
» Ich bin damit einverstanden ausser in dem Punkt: keine Turnschuhe!!! Ist ja lächerlich, sollen die Jugentlichen in Lederschuhe zur Schule gehen?? Turnschuhe sind die meistverbreiteten Schuhe und auch die bequemsten!!
Simon, Chur - 11:58 | 06.05.2007
» Turnschuhe solllen verboten werden??? Was soll man denn sonst anziehen? Etwa Nazistiefel?
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