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Leserbriefe SoBli 38/2007

Aktualisiert um 16:14 | 03.10.2007

Reaktionen unserer Leserinnen – direkt und unverblümt.



Frage der Woche vom 23. September 2007

«Darf der Abt Zürichsee-Gebühren kassieren?»

Warum denn gleich so laut aufschreien? Ihr habt über Jahrhunderte die katholischen Kassen gefüllt. Also ist es doch völlig legitim, wenn Ihr nun fürs Fusswaschen noch etwas mehr zahlen sollt.
Georges Tellenbach, per E-mail

Du sollst nicht stehlen.
Max Geiser, Biel BE

Hoffen wir, dass die Vernunft siegt und die Untertanen wieder getrost ins Wasser dürfen.
Heidy Doll, Clarens VD

Gratuliere, Abt Martin! Wer Boote, Bootshäuser und Stege beansprucht, kann auch die Gebühren bezahlen. Inge Knecht, Gunten BE

Ist das Demut und Nächstenliebe?
Molly Bütler, Zürich

Wenn Sie schreiben: «Bisher glaubte die Bevölkerung, dass der See der Öffentlichkeit gehöre wie überall in der Schweiz», dann frage ich mich, ob ich im falschen Film bin. Wo gehört denn hier ein See der Öffentlichkeit? Versuchen Sie einmal, hier um einen See zu wandern! Überall sind die Uferbereiche als Privateigentum abgezäunt. Was für die Seen gilt, wird auch auf Wald und Flur angewandt. Sie können sich in diesem Land nirgends bewegen, ohne in Konflikt mit einem Eigentümer zu kommen.
D. Frey, Wangen an der Aare BE

Da staunen Herr und Frau Schweizer, wenn wie aus dem Nichts die Machenschaften der geldgierigen Äbte aus dem dunklen Mittelalter wieder auftauchen. Wenn die himmelschreienden Ungerechtigkeiten jener Zeit nicht einmal zugegeben werden, geschweige denn irgendwelche Reue diesbezüglich gezeigt wird, ist es auch kein Wunder, wenn dasselbe Wesen Jahrhunderte später wieder hervorkommt.
Maja Brändli, per E-mail

Der Vorschlag von Abt Martin Werlen ist dahingehend zu deuten, dass die Einnahmen des Klosters Einsiedeln rückläufig sein müssen und nun verzweifelt nach Geldquellen gesucht wird.
Alfred Waldvogel, Au ZH

Mit dem Chef da oben habe ich keine Probleme, aber das Bodenpersonal in diesem Verein kann man glatt vergessen!
Roby Ramensperger, Niederbipp BE

Unwissend
«Glauben Sie an die Wiedergeburt?» – SonntagsBlick vom 9. September 2007

Im Grunde ihres Seins weiss jede Kreatur um ihre Unsterblichkeit. Der Mensch kann sie verleugnen oder ignorieren, mehr aber auch nicht. Tod heisst nichts weiter als Wandlung. Wer anderes glaubt, ist einfach unwissend.
Catherine Mosberger, Santa Ponsa (Spanien)

Einsichtig
«Die Schwänzerliste der Nationalräte» – SonntagsBlick vom 23. September 2007

Wenn insbesondere die Unternehmer-Parlamentarier den schwarzen Peter erhalten, dann hat das Gründe: Am letzten Freitagmorgen der Session werden zahlenmässig die meisten, politisch aber unwichtige Abstimmungen am laufenden Band durchgeführt. Dass der Unternehmer Spuhler in seine Firma muss, ist einsichtig. Dem Milizsystem, das dringend auf Wirtschaftskompetenz angewiesen ist, erweist SonntagsBlick mit solchen Ranglisten keinen Dienst.
Roger E. Schärer, Herrliberg ZH

Dumm
«Edle Botschafterin für edlen Tropfen» – SonntagsBlick vom 23. September 2007

«Entweder man trinkt richtigen Champagner oder gar nichts»: Wie nahe manchmal Dummheit und Reichtum beieinanderliegen, wird bei dieser Äusserung von Shawne Fielding einmal mehr zum Ausdruck gebracht.
Rossano Pittaluga, Hagenbuch ZH

Gleichgültig
Frank A. Meyer: «Kokser des Kapitals» – SonntagsBlick vom 23. September 2007

Frank A. Meyer: «Kokser des Kapitals» – SonntagsBlick vom 23. September 2007 Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Aber die Shareholder-Value-Typen auf den Bahnhofstrassen dieser Welt kratzt das wenig. Diese Beamten des Kapitals müssen ja nicht geradestehen, wenn etwas schiefläuft. Dafür gibt es die Zentralbanken, den Währungsfonds, Notenbanken usw.
Urs Gfeller, Zürich

Obskur
«Dä Mörgeli» – SonntagsBlick Magazin vom 23. September 2007

Schwarze Gedanken, schwarze Schafe – eigentlich ganz schlüssig. Mörgeli ist ein rückwärtsgerichteter, morbider Obskurant. Offen bleibt, wie jemand mit dieser Wadenbeisser-Persönlichkeit zum Chefideologen der SVP werden konnte.
Peter Fürst, Zürich

Das Porträt von Sandro Brotz ist in seiner farbigen wie objektiven Schilderung kaum zu überbieten. Allerdings bleibt das Bild dieses SVP-Politikers trotz aller aufklärenden Details verworren. Christoph Mörgeli muss wohl mehr als zwei Seelen in sich tragen.
Arthur Müller, Schaffhausen

Herr Mörgeli, ich schreibe Ihnen nicht, weil Sie mir als Person unsympathisch sind. Ich wende mich nur mit der dringenden und höflichen Bitte an Sie: Besinnen Sie sich auf den Anstand Andersdenkenden gegenüber, den Sie mit Bestimmtheit von Ihren Eltern gelernt haben. Was Sie sich bis anhin in diesem Wahlkampf an Beleidigungen und Unterstellungen erlaubt haben, gleicht dem eines zornig stampfenden Jungen und nicht der Würde Ihrer Position.
Fritz Walder, per E-Mail

Schlimmer
«Blochers Tage sind gezählt» – SonntagsBlick vom 23. September 2007

Der Artikel ist viel schlimmer als alles, was Herr Blocher je geschrieben oder mündlich von sich gegeben hat. Pfui, Herr Fehr!
Sonja Herzog-Reich, per E-Mail

Herrn Fehrs Bemerkung («Blocher gebärdet sich immer mehr wie ein Führer») darf nicht unwidersprochen bleiben. Es gab SP-Präsidenten und Parteistrategen, die den damaligen kommunistischen Führern Europas die höchsten Ehren erwiesen. Heute delegiert die SP Parteistrategen nach Brüssel und Madrid, um die Internationale zu singen.
Peter Hafner, Uzwil SG

«Verzeih uns, Gorilla»
SonntagsBlick Magazin vom 23. September 2007


Mir fuhr Ihr Bericht über die vom Ausrotten bedrohten Tierarten krass ein. So dokumentiert, wird das, was im Bewusstsein längst verankert ist, schmerzhaft konkret. Umso mehr möchte ich auf eine Inkonsequenz hinweisen: Ein paar Seiten weiter folgt der Kochtipp «Thunfischroulade». Der Rote Thunfisch ist die Nummer 16 in Ihrer Todesliste.
Lotte Brenner, Thun BE
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