Fux über Sex «Ich schäme mich für meinen Riesenfehler»

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Fux über Sex

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Ich (30) habe während Jahren Bilder von Frauengesichtern gesammelt und dann dazu masturbiert. Es waren Schauspielerinnen, Sängerinnen, aber auch Frauen aus meinem Umfeld. Später habe ich meine wunderbare, schöne, liebe Frau kennen gelernt, aber gelegentlich weiter zu den Bildern masturbiert. Jetzt ist alles aufgeflogen. Ich schäme mich extrem für mein Problem und bereue diesen Riesenfehler unendlich. Sie will verständlicherweise, dass ich eine Therapie mache. Wo mache ich das am besten? Die Bilder sind gelöscht und ich habe kein Verlangen mehr, aber es darf auf keinen Fall wieder kommen.  Magnus

Lieber Magnus

Dass du die Verletzung, die du deiner Frau zugefügt hast, wiedergutmachen möchtest, ist eine schöne und richtige Geste. Aber irgendwie macht das Ausmass deiner Reue etwas stutzig. Auch die dramatische Bewertung deines Verhaltens fällt auf. Da müssten deine Sammelwut und deine Selbstbefriedigung schon in einem sehr obsessiven Mass stattgefunden haben, damit das wirklich als «Riesenfehler» abgebucht werden müsste, für den du «verständlicherweise» in eine Therapie müsstest.

Selbstbefriedigung hat in einer gesunden Beziehung durchaus Platz, und die meisten Männer nutzen dazu regelmässig erotisches Anschauungsmaterial. Entsprechend stellt sich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, wenn du dieses Verhalten derart rigoros aus deinem Leben verbannst.

Statt als reuiger Sünder allein in die Therapie geschickt zu werden, ist es sinnvoller, wenn ihr beide hingeht. So könnt ihr klären, welche Erwartungen realistisch sind – und auch, welche Reaktionen.

Jetzt hast du radikal deine Gewohnheit verbannt. Aber abhängig davon, was da wirklich passiert ist, ist das vielleicht gar nicht nötig. Rollt die Situation nochmals in einer Weise auf, die dich nicht diskussionslos zum Täter stempelt.

Publiziert am 07.06.2015 | Aktualisiert am 08.06.2015
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