Fux über Sex «Ich bin halt keine Porno-Puppe»

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Ich (25) habe auf dem Handy meines Mannes Pornos gesehen. Es war ehrlich ein absoluter Zufall, dass ich da reingeklickt habe. Es ist sogar vor ihm passiert, derart ungeplant war es. Er ist dann wütend geworden und hat gesagt, das sei, weil wir zu wenig Sex hätten. Er müsse sich deshalb zu Pornos befriedigen. Ich fühle mich nun absolut mies, weil ich tatsächlich nur selten Lust habe. Aber ich bin halt nicht so wie die schlanken Puppen im Porno. Carola

Liebe Carola

Niemand wird gerne bei etwas erwischt, von dem er weiss, dass es Ärger gibt. Das gilt auch für deinen Mann. Vermutlich wusste er genau, dass ihm sein Pornokonsum Probleme eintragen würde, wenn du es rausfindest. Um nicht als Täter dazustehen, ist er sofort zum Gegenangriff übergegangen und hat den Schwarzen Peter dir zugeschoben. Das mag kein feiner Zug gewesen sein, aber es ist menschlich.

Die Chance ist gross, dass Pornos für euch absolut verschiedene Dinge repräsentieren. Du erlebst die Filme und die darin vorkommenden Frauen als reale Bedrohung. Eine Einschätzung, die auch heute noch viele Frauen teilen. Für die meisten Männer sind sie aber nicht mehr als ein kleiner, mehr oder weniger geheimer Kick, der antörnt und zu einem schnellen Orgasmus verhilft.

Es wäre unfair, einfach davon auszugehen, dass dein Mann nicht zwischen Realität und pornografischer Fiktion unterscheiden kann und lieber einen Pornostar zur Frau hätte. Er kritisiert dich vermutlich auch nicht, wenn du einen Film mit Ryan Gosling oder sonst einem Frauenschwarm ansiehst.

Greift das Thema nochmals auf. Erkläre deinem Mann, was Pornos für dich bedeuten und dass sie dich unter Druck setzen. Höre dir an, was sie für ihn bedeuten. So ein Gespräch ist eine erste Investition in eure Sexualität. Es sollen weitere folgen, damit ihr abklären könnt, wie Sex für dich wieder reizvoller werden könnte.

Publiziert am 17.09.2015 | Aktualisiert am 17.09.2015
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