Ratgeber auf Blick.ch – in Zusammenarbeit mit Guider

Tückische Klauseln im Fitness-Abo? So gehen Sie auf Nummer sicher!

Jetzt muss der Festtagsspeck weg. Also ab ins Fitness. Studio ist allerdings nicht gleich Studio. Und vor allem bei den Aboverträgen ist Vorsicht geboten. Wir erklären Ihnen, worauf sie achten sollten!

Lassen Sie sich nicht zu einer langen Vertragsdauer beim Fitness-Abo verleiten, auch wenn Rabatte winken. play

Lassen Sie sich nicht zu einer langen Vertragsdauer beim Fitness-Abo verleiten, auch wenn Rabatte winken.

Keystone
Guider gratis testen

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Fragen zum Mietrecht Fauler Hauswart – was kann ich tun?
2 Fragen zum Mietrecht Fauler Hauswart – was kann ich tun?
3 Genau hingeschaut SVP-Nationalrat Jürg Stahl unter der Lupe
Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
28 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Diesmal möchte ich ernst machen und regelmässig ins Fitness gehen. Von Bekannten weiss ich allerdings, dass sie später Mühe hatten, wieder aus dem Vertrag rauszukommen. Muss ich etwas vorkehren? Diese Frage stellen sich gegenwärtige viele Schweizer und Schweizerinnen wieder.

Tatsächlich haben zahlreiche Fitnessabos ihre Tücken. Insbesondere über die automatische Vertragsverlängerung stolpern Kunden regelmässig: Sie haben beim Unterschreiben des Abos übersehen, dass es sich automatisch verlängert, und sind ungewollt in eine neue Abo-Laufzeit gerutscht – mit den entsprechenden Kostenfolgen.

Eine solche Verlängerungsklausel ist zwar nicht kundenfreundlich, aber rechtlich zulässig. Im Kleingedruckten vieler Fitnessabos präsentiert sie sich zum Beispiel so: «Wenn der Vertrag nicht spätestens 30 Tage vor Ablauf schriftlich gekündigt wird, verlängert er sich stillschweigend um die vereinbarte Vertragsdauer.»

Kündigt man den Vertrag dann nicht rechtzeitig, bleibt nichts anderes übrig, als fleissig weiter zu fitten – bis zum nächsten Ausstiegstermin.

Das ist zu tun

Fitnessverträge werden üblicherweise als Mietverträge eingestuft. Denn als Hauptleistung stellen die Klubs ihren Mitgliedern Räumlichkeiten und Einrichtungen zur Verfügung. Sie können nur dann vorzeitig gekündigt werden, wenn der Vertragsnehmer eine Ersatzperson stellt oder einen wichtigen Kündigungsgrund geltend machen kann. Als das gelten zum Beispiel ein Unfall oder eine schwere Krankheit, die auf längere Zeit hinaus ein Trainieren verunmöglicht. Allerdings kann man auch in diesem Fall nicht per sofort aussteigen, sondern nur mit einer Frist von drei Monaten.

Vertragsbestimmungen sind jedoch grundsätzlich verhandelbar und können im gegenseitigen Einverständnis geändert, ergänzt und gestrichen werden. Lesen Sie deshalb vor Abschluss eines Vertrags das Kleingedruckte, und achten Sie dabei vor allem auf folgende Punkte:

• Lassen Sie sich nicht zu einer langen Vertragsdauer verleiten, auch wenn Rabatte winken.

• Kontrollieren Sie die Bedingungen für zeitlich begrenzte Vertragsunterbrüche (Time-Stopps). Ergänzen Sie die im Vertrag aufgeführten Gründe nach Ihren Bedürfnissen.

• Notieren Sie sich den spätesten Kündigungstermin, wenn sich der Vertrag automatisch verlängert, oder kündigen Sie schon rasch wieder nach Abschluss des Abos, um den Termin nicht zu verpassen.

• Bestimmungen wie «Änderungen der Öffnungszeiten bleiben vorbehalten» geben einem Fitnessklub alle Rechte und überwälzen alle Einschränkungen auf die Kundschaft. Am besten streichen Sie diese durch.

• Zeigt sich der Klub nicht verhandlungsbereit, wechseln Sie einfach zur Konkurrenz.

Publiziert am 09.01.2015 | Aktualisiert am 20.02.2015
 

Wissen, was wichtig ist

Der Beobachter bietet mit seiner Zeitschrift und seinem Beratungszentrum fundierte Informationen, kompetente Entscheidungshilfe und wertvolle Ratschläge.

Mit dem Beobachter wissen Sie, was wichtig ist: www.beobachter.ch

teilen
teilen
28 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Stefan  Gubser aus Arth
    09.01.2015
    Mein Fittness-Studio befindet sich in der Natur und kostet nur Kalorien....
  • Andrea  Kuriger aus Kloten
    09.01.2015
    Da hatte ich leider auch ein trauriges Erlebnis mit der Fa. Daase in Kriens, die sich überhaupt nicht kulant zeigten und sogar mit einer Zahlungsforderung drohten. Aber macht nüd - 500m entfernt das neueste Fitnesscenter auf dem Platz Luzern und sogar inkl. Schwimmbad :-
  • Meyer  Roman aus Aarau
    09.01.2015
    Discount Fitness Schweiz.

    Super Fitness Center, aber der Vertrag wird nach 11 Monaten Automatisch Verlängert.

    Die meisten Verträge sind io.
  • Ronnie  Simeon 09.01.2015
    Auch im Activ Fitness, welches zu der grössten Fitnesskete der Schweiz gehört, werden nur seriöse Verträge abgeschlossen. Das Abo kostet im Jahr CHF 740.00. Dazu gibt es an verschiedenen Anlässen entweder einen CHF 50.00 oder CHF 100.00 Bon geschenkt und die Krankenkasse bezahlt auch einen Grossteil ans Abo. Mein Jahresabo hat mich, dank Bon und Swica Zusatzversicherung, nur CHF 40.00 gekostet.
    • Paul  Meier aus Bergdietikon
      09.01.2015
      verstehe die vielen Daumen down nicht! Wir sind seit 3 Jahren bei ActiveFitness - und können Ronnie nur beipflichten. Super Anlage, Betreuung und kostengünstig!
  • Dani  Schwizer aus Dottikon
    09.01.2015
    Seriöse Studios wie das Jays House of Power in Villmergen machen keine solchigen Verträge und seitenweise Klauseln! Besser wird die Kundschaft motiviert und bleibt so automatisch immer im Training!