Fit mit BLICK – Weil viele Paleo machen Lohnt sich diese Diät als Neujahrsvorsatz?

Geht das Jahr, kommen die guten Vorsätze fürs nächste. Natürlich auch was das Essen angeht. Da ist man hellhörig für alles, was weniger Kilos verspricht – wie der Paleo-Trend. BLICK eBalance.ch erklärt, worum es sich dabei handelt und ob es sich lohnt, sich diese Ernährungsumstellung als Neujahrsvorsatz zu notieren.

Paleo Diät: wie funktioniert Steinzeitdiät eigentlich? play
Die Steinzeitdiät setzt auf Fleisch und Gemüse. Thinkstock

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Viel Fleisch, Fisch und frisches Gemüse: So ernähren sich nicht nur Fred und Wilma Feuerstein, sondern auch die Anhänger der Paleo-Diät. Ziel der «Steinzeitdiät» ist es nämlich, durch ursprüngliche Ernährung mit unverarbeiteten Lebensmitteln zu einer besseren Gesundheit zu gelangen.

Genau genommen ist der Begriff «Paleo-Diät» aber falsch, denn es handelt sich nicht um eine kurzfristige Ernährungsumstellung zur Gewichtsabnahme, sondern um einen andauernden Lifestyle.

Bekannt wurde die Paleo-Ernährung im Jahr 1975 durch Walter L. Voegtlin, der in seinem Buch davon ausgeht, dass sich das menschliche Erbgut seit der Steinzeit nicht verändert hat. In dieser Zeit habe sich der Mensch perfekt an die zur Verfügung stehenden Nahrungsquellen angepasst, weshalb sie als «artgerechte» Nahrung gelten können. Dennoch betonen die Verfechter der Steinzeitdiät, dass es bei ihrer Ernährung nicht darum gehe, das Leben unserer Vorfahren zu imitieren. Der Vergleich diene viel mehr als Metapher für eine natürliche Ernährung ohne verarbeitete Lebensmittel. Produkte wie Würste oder Weizen, die aus der späteren Viehzucht und dem Ackerbau entstanden sind, seien nämlich Hauptursachen für gesundheitliche Störungen und Erkrankungen.

So funktioniert die Paleo Diät

Wer sich nach der Paleo-Diät ernährt, darf unbeschwert essen, was in der Steinzeit gejagt und gesammelt wurde. Dazu zählen:

  • Fleisch, Fisch und Eier
  • Gemüse und Obst, v.a. Beeren
  • Pilze
  • Nüsse und Samen

Als Fettquellen werden Pflanzenfette wie Kokosöl, Olivenöl und Avocado-Öl herangezogen, und gewürzt wird mit unverarbeiteten Kräutern. Obwohl Paleo-Anhänger grösstenteils auf Zucker verzichten, wird gelegentlich mit Honig oder Ahornsirup gesüsst.

Das ist alles verboten

Die Liste der verbotenen Nahrungsmittel beziehungsweise denjenigen, die es in der Steinzeit noch nicht gab, ist sehr umfangreich:

  • Getreideprodukte wie Brot oder Teigwaren, da angenommen wird, dass die enthaltenen Gluten, Lektine oder Phytate den Darm entzünden und so dem Organismus schaden können.
  • Milchprodukte, da sie für das Kalb bestimmte Hormone enthalten können und wegen der enthaltenen Lactose (Milchzucker) vielen Organismen schlecht bekommen.
  • Industriell verarbeitetes Fleisch wie Würste oder Hamburger, da darin oft Geschmacksverstärker, Antibiotika, Hormone und Zucker enthalten sind.
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen, weil sie ähnlich wie Getreide schädliche Lektine und Phytate enthalten.
  • Zucker, da er den Insulinspiegel stark beeinflussen und Krankheiten wie Diabetes fördern kann. Auch künstliche Süssstoffe und zuckerhaltige Getränke sollten vermieden werden.
  • Raffinierte Öle und Fette wie Sonnenblumenöl oder Margarine, da ihr Fettsäureverhältnis suboptimal ist und sie oft stark verarbeitet wurden.

Abnehmen mit der Paleo Diät

Wer sich für eine Ernährung nach strikten Paleo-Regeln entscheidet, fühlt sich zu Beginn wahrscheinlich etwas seltsam. Kein Wunder, schliesslich ist es eine grosse Umstellung, plötzlich auf Kohlenhydrate und Zucker zu verzichten. Als positiven Nebeneffekt bemerken jedoch viele Frauen und Männer relativ schnell einen Gewichtsverlust. Dies lässt sich damit erklären, dass der Körper durch den Verzicht auf Kohlenhydrate und die erhöhte Zufuhr von Eiweiss für die Gewinnung seiner Energie auf Fettdepos zurückgreift. Da es sich bei Paleo nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte Umstellung handelt, verringert sich die Wahrscheinlichkeit auf einen Jojo-Effekt. Nichtsdestotrotz können auch erlaubte Nahrungsmittel, so beispielsweise Nüsse oder viel Fruchtzucker, negativ ins Gewicht fallen.

Kritik und Beurteilung der Paleo-Diät

Grundsätzlich verfügt die Paleo-Ernährung über viele gute Ansätze, so beispielsweise regelmässigen Konsum von frischem Gemüse, Früchten sowie hochwertigen Fettquellen. Wer seine Ernährung auf Dauer an die strengen Richtlinien anpassen will, braucht jedoch viel Disziplin. Gerade diese fehlt oft. Erschwerend kommt hinzu, dass der plötzliche Verzicht auf Kohlenhydrate und Zucker mit jahrelangen Gewohnheiten bricht. Mit Kohlenhydraten eine der Hauptnährstoffquellen zu vermeiden, kann leider schnell zu einseitigen Menükompositionen führen. Auch erfordert die Ernährungsumstellung ein gewisses Mass an Kreativität beim Ausprobieren neuer Rezepte. So können Sie morgens beispielsweise weder auf Brot noch auf Müesli zurückgreifen. Der erhöhte Verzehr von Fisch und Fleisch kann in Bezug auf die Umwelt ebenfalls kritisiert werden und sich schlecht auf die Gesundheit auswirken.

Wer sich dennoch für die Paleo-Ernährung entscheidet, sollte sich eingehend damit befassen, um eine Fehl- oder Mangelernährung zu verhindern.

Leichter abnehmen

So funktionierts: Surfen Sie auf BLICK eBalance, wo Sie den Link zum Portal finden. Nach der Anmeldung bestimmen Sie Ihr Wunschgewicht und erhalten sofort ein persönliches Programm. Im Online-Tagebuch etwa tragen Sie alle Mahlzeiten und sportlichen Betätigungen ein. Praktisch: Die Kalorienangaben für Esswaren und fertige Menüs sind schon programmiert. Zudem finden Sie auf der Site Tipps zu Fitness und Ernährung, können Experten Fragen stellen oder im Forum mit anderen Abspeck-Willigen diskutieren.

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Publiziert am 28.12.2015 | Aktualisiert am 26.09.2016
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2 Kommentare
  • Markus  Thomas aus Wittenbach
    29.12.2015
    Ein so hoher Konsum von tierischen Produkten wie es die Steinzeitdiät vorschreibt, erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken extrem und darauf habe ich keine Lust. Hinzu kommt, dass man mit der Fleischproduktion sehr viele Ressourcen verschwendet. Ein Kilo Rindfleisch verbraucht ca. 11 Kilo Getreide und 11 Tonnen Wasser! Beim Geflügel sind es noch ca. 3 Kilo sowie 3 Tonnen Wasser.
  • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
    29.12.2015
    Nein der Fleischkonsum kann nicht betreffend Umwelt kritisiert werden. Hoert endlich mal auf mit diesem Schmarren. Etwas Fleisch/Fisch/Gefluegel jeden Tag im Mass ist gesund !!!