Fit mit BLICK Darauf sollten Sie beim Brotkauf achten

Vor dem Brotregal hat man oft die Qual der Wahl. Jeder hat seine geschmacklichen Vorlieben, doch welches Brot ist denn auch wirklich gesund und welches sättigt am längsten? Es gibt verschiedene Kriterien, nach denen man Brotsorten in Bezug auf eine gesunde Ernährung einteilen kann. BLICK eBalance.ch schafft einen Überblick.

Vollkornbrot oder Weissbrott: Abnehm-Tipps von Experten play
So viele Brotsorten! Aber nicht alle werden vom Körper gleich verwertet.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Mit Skifahren Kalorien loswerden So lange dauerts bei Bratwurst & Pommes
2 Figur-Fallen Wie dick macht Cordon bleu?
3 Gesunder Zmittag trotz Hektik? So gehts!

Ernährung

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
43 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden

Bei der Beurteilung gibt es verschiedene Orientierungspunkte:

  • Einfach ist jene nach dem Energiegehalt. Da stehen Pumpernickel, Roggenschrot- oder Vollkornbrot ganz unten auf der Kalorienskala, während Gipfeli, Brioches und Butterzopf obenausschwingen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Beurteilung nach dem Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Nahrungsfasern, Protein und weiteren nützlichen Pflanzen- oder Schutzstoffen. Für die verschiedenen Brotsorten ergibt sich unter diesem Aspekt die gleiche Rangliste wie bei der Beurteilung nach dem Energiegehalt.
  • Als dritte Variante gilt die Beurteilung nach dem glykämischen Index (GI) – eine nicht ganz einfach anzuwendende Methode. Sie basiert auf dem Grad des Blutzuckeranstiegs nach dem Verzehr von Kohlenhydraten, die je nach Art der Kohlenhydrate ganz unterschiedlich ausfallen kann. Beispiel: Wenn 50g Kohlenhydrate aus Weissbrot verzehrt werden, reagiert der Körper anders, als wenn 50g Kohlenhydrate aus Vollkornbrot konsumiert werden. Dies betrifft den Anstieg und den Verlauf der Blutzuckerkurve und somit den Insulinbedarf.

Was passiert nach dem Konsum von Weissbrot?

Weissmehl kann vom Körper enorm schnell aufgeschlüsselt und verdaut werden. Weil sein Nahrungsfaser-Gehalt praktisch gleich Null ist und die Zuckermoleküle in einer leicht aufschliessbaren Form vorliegen, ist der Blutzuckeranstieg sogar höher als nach dem Konsum von reinem Zucker. Einem hohen Blutzuckeranstieg wird entgegengewirkt, indem der Körper das Hormon Insulin freisetzt. So wird der Zucker so rasch wie möglich aus dem Blut abgebaut und als Zuckerreserve in den Muskel- und Leberzellen gespeichert. Sind diese Speicher voll, wird Fett gebildet. Dazu kommt, dass Weissmehl schnell verstoffwechselt ist. Dadurch fällt der Blutzucker schnell wieder ab, und ein tiefer Blutzuckerspiegel löst Hunger aus.

Durch den Verzehr von Vollkornbrot oder bereits durch Ruchbrot wird ein ganz anderer Blutzuckerverlauf ausgelöst. Der Nahrungsfasergehalt der dunklen Mehlsorten verlangsamt den Blutzuckeranstieg, was eine längere Sättigung und eine geringere Fettbildung zur Folge hat.

Sollte man auf Weissbrot verzichten?

Nein, Sie müssen natürlich nicht vollständig auf Weissbrot verzichten. Es lohnt sich aber, die fetthaltigen Weissbrote wie Butterzopf, Gipfeli (auch Vollkorngipfeli!), helles Olivenbrot oder Brioches tendenziell zu meiden. Die anderen hellen Brote wie Semmeli, helle Bürli, Baguette, Ciabatta etc. kann man zwar nicht gesünder machen, der ungünstige GI-Verlauf lässt sich aber durch einen einfachen Trick verbessern. Isst man vor oder zum Weissmehlprodukt genügend Gemüse oder Salat, wird die Kohlenhydratverdauung aus dem Weissbrot verlangsamt. Die Nahrungsfasern aus dem Gemüse übernehmen dann die Aufgabe der Fasern aus dem fehlenden Vollkornprodukt. Sie ersetzen aber die gesunden Stoffe aus dem Vollkorngetreide nicht. Und der höhere Kaloriengehalt der Weissmehlprodukte lässt sich mit dieser Methode auch nicht senken.

Und bei all diesen Fakten gilt es, auch zu überlegen, wie das Brot belegt oder bestrichen wird. Denn oft ist der Belag der Faktor, der am meisten ins Gewicht fällt.

Publiziert am 28.09.2015 | Aktualisiert am 26.09.2016
teilen
teilen
43 shares
11 Kommentare
Fehler
Melden
Claudia Müller ist diplomierte Ernährungsexpertin von BLICK eBalance . Jede Woche erfahren Sie von Ihr mehrmals Wichtiges zum Thema richtige Ernährung und Abnehmen. play
Claudia Müller ist diplomierte Ernährungsexpertin von BLICK eBalance. Jede Woche erfahren Sie von Ihr mehrmals Wichtiges zum Thema richtige Ernährung und Abnehmen.

Leichter abnehmen

So funktionierts: Surfen Sie auf BLICK eBalance, wo Sie den Link zum Portal finden. Nach der Anmeldung bestimmen Sie Ihr Wunschgewicht und erhalten sofort ein persönliches Programm. Im Online-Tagebuch etwa tragen Sie alle Mahlzeiten und sportlichen Betätigungen ein. Praktisch: Die Kalorienangaben für Esswaren und fertige Menüs sind schon programmiert. Zudem finden Sie auf der Site Tipps zu Fitness und Ernährung, können Experten Fragen stellen oder im Forum mit anderen Abspeck-Willigen diskutieren.

TOP-VIDEOS

11 Kommentare
  • Eugen  Inauen 28.09.2015
    Gutes Brot, wo gibt es das noch? es ist wie mit der Milch
    wo gibt es die gute Milch noch? Wir traeumen vergangenen
    Zeiten nach. Das war einmal. Es gibt kein Grund zum
    Feiern mehr und unser Brot ist was fuer die Geschichts-
    wissenschaftler geworden.

  • Nicole  Michaela , via Facebook 28.09.2015
    Ich esse seit jahren kein brot. Und auch sonst keine kohlenhydrate. Ergebniss ein minus von fast 75 kg. Man brauch allso kein brot um zu überleben
  • Norbert   Jansen aus Meierskappel
    28.09.2015
    Da ich selber in diesem Fach schon viele Jahre tätig bin,kann ich anhand einer Studie sagen,das Vollkorn gegenüber Weißbrot,keinen großen Unterschied gibt.Wir fanden heraus,warum es vielen Personen Gesundheitlich gar nichts nützt das sie Vollkornbrot essen.Ganze Körner im Vollkornteig haben reichlich Vitamine und Mineralstoffe,bereiten dem Menschen ,aber Verdauungsprobleme Die Ballaststoffe verursachen Blähungen .Vollkorn ,oder Weißbrot,ist gleich gesund.Franz.Engl. und Italiener ,nur Weissbrot
  • Esther  Klaus , via Facebook 28.09.2015
    Friss oder stirb beim Einkauf eines Ruchbrot in der Coop. Warum bringt es kein Bäcker fertig, ein richtig gutes Brot her zustellen? Die Preise klar, heisst es . Die Supermärkte sollten es unterlassen ungeniessbares Brot zu verkaufen, und den guten Bäcker im Dorf lassen. Somit bleibt die Kirche und das Geld im eigenem Dorf, mehr oder weniger.
  • Nüesch  Peter , via Facebook 28.09.2015
    Das noch grössere Problem ist die Veränderung des Mehls in den letzten 20 - 30 Jahren. Damit der Teig besser verarbeitet werden kann, hat es heutzutage mehr Eiweisskleber im Mehl, was zu einer Gluten-Unverträglichkeit Zöliakie führen kann. Das so gesunde Brot gibt es eigentlich kaum noch!