7 Sekunden Der «Bond»-Regisseur persönlich hatte sie für eine Gangsterrolle ausgewählt. 15 Seiten lang war ihr Vertrag. Alexandra Prusa (49), Sängerin und Schauspielerin aus Zürich, unterschrieb. Nur: wer sie entdecken will, muss wache Augen haben. Macht sieben Sekunden.
007 – ein Quäntchen Schweiz
Fünf Minuten dauern die Auftritte sämtlicher Schweizer im neuen «Bond» – zusammengerechnet.
Von Claudia Schlup | Aktualisiert um 01:16 | 09.11.2008
Als bekannt wurde, dass «Bond»-Regisseur Marc Forster (39) auch Schweizer Schauspieler auf die Leinwand holen würde, brach beim Schweizer Filmverleiher Disney Jubel aus: «Wir sind begeistert über so viel Swissness», freute sich etwa Pressesprecherin Nora Brechbühl.
Schliesslich sei die Schweiz historisch das Bond-Land Nummer eins. Mit ihr frohlockten all jene, die dann von Forster – immerhin selbst Schweizer Staatsbürger – tatsächlich aufgeboten wurden. «Ich gehöre zum Principal Cast», liess Anatole Taubman verlauten, dessen Name im Vorspann des Films an sechster Stelle aufgeführt wird.
Die Basler Moderatorin Karin Lanz verbrachte im Mai zwei volle Nächte am Set in Bregenz (A), um ihre Rolle als «Gift bag girl» bei einer «Tosca»-Aufführung in den Kasten zu kriegen. Und die Zürcherin Alexandra Prusa, ein riesiger Bond-Fan, unterschrieb einen 15-seitigen Vertrag, damit sie als Mitglied einer Gangsterbande namens Quantum auf die Leinwand durfte.
Was ist davon geblieben? Bestenfalls ein Quäntchen. Zusammengerechnet summieren sich die Auftritte sämtlicher Schweizer in «Quantum of Solace» auf nicht einmal fünf Minuten, umgerechnet: elf hörbar gesprochene Sätze. Und das bei einer Gesamtfilmlänge von 106 Minuten!
Besonders enttäuscht dürfte Anatole Taubman sein, dessen Part als Elvis, Prügelknabe des Top-Bösewichts Dominic Greene, auf neun Sätze reduziert wurde – immerhin auf Schweizerdeutsch, Französisch und Englisch. So gibt Taubman unter anderem «Ja Mami, isch scho chli heiss hie» zum Besten, dann «Il voulait quoi?» und schliesslich: «What a wonderful night.» Macht drei Minuten, 50 Sekunden.
Auf einen Sechstel bringt es Forsters Jugendfreund Carl von Malaisé. 37 Sekunden ist er als Fahrer von Gangsterboss Greene im Bild, streckt in dieser Zeit gleich noch einen unliebsamen Zeugen nieder und antwo rtet auf Greenes Frage «Is he one of us?» lapidar: «No!»
Andere Nationen kommen da weitaus besser weg. Bond-Girl Olga Kurylenko (28) stammt aus der Ukraine. Frankreich hat mit Mathieu Amalric (43) den Bösewicht gestellt. Für Italien brilliert erneut Giancarlo Giannini (66), der als René Mathis schon in «Casino Royale» zu sehen war. Und Österreich ist mit dem Schauplatz Bregenz prominent vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die Schweiz im nächsten «Bond» mehr Glück hat. Wenn kein Schweizer das Sagen hat.
Schliesslich sei die Schweiz historisch das Bond-Land Nummer eins. Mit ihr frohlockten all jene, die dann von Forster – immerhin selbst Schweizer Staatsbürger – tatsächlich aufgeboten wurden. «Ich gehöre zum Principal Cast», liess Anatole Taubman verlauten, dessen Name im Vorspann des Films an sechster Stelle aufgeführt wird.
Die Basler Moderatorin Karin Lanz verbrachte im Mai zwei volle Nächte am Set in Bregenz (A), um ihre Rolle als «Gift bag girl» bei einer «Tosca»-Aufführung in den Kasten zu kriegen. Und die Zürcherin Alexandra Prusa, ein riesiger Bond-Fan, unterschrieb einen 15-seitigen Vertrag, damit sie als Mitglied einer Gangsterbande namens Quantum auf die Leinwand durfte.
Was ist davon geblieben? Bestenfalls ein Quäntchen. Zusammengerechnet summieren sich die Auftritte sämtlicher Schweizer in «Quantum of Solace» auf nicht einmal fünf Minuten, umgerechnet: elf hörbar gesprochene Sätze. Und das bei einer Gesamtfilmlänge von 106 Minuten!
Besonders enttäuscht dürfte Anatole Taubman sein, dessen Part als Elvis, Prügelknabe des Top-Bösewichts Dominic Greene, auf neun Sätze reduziert wurde – immerhin auf Schweizerdeutsch, Französisch und Englisch. So gibt Taubman unter anderem «Ja Mami, isch scho chli heiss hie» zum Besten, dann «Il voulait quoi?» und schliesslich: «What a wonderful night.» Macht drei Minuten, 50 Sekunden.
Auf einen Sechstel bringt es Forsters Jugendfreund Carl von Malaisé. 37 Sekunden ist er als Fahrer von Gangsterboss Greene im Bild, streckt in dieser Zeit gleich noch einen unliebsamen Zeugen nieder und antwo rtet auf Greenes Frage «Is he one of us?» lapidar: «No!»
Andere Nationen kommen da weitaus besser weg. Bond-Girl Olga Kurylenko (28) stammt aus der Ukraine. Frankreich hat mit Mathieu Amalric (43) den Bösewicht gestellt. Für Italien brilliert erneut Giancarlo Giannini (66), der als René Mathis schon in «Casino Royale» zu sehen war. Und Österreich ist mit dem Schauplatz Bregenz prominent vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die Schweiz im nächsten «Bond» mehr Glück hat. Wenn kein Schweizer das Sagen hat.
Alex Prusa
Dana Kohler
Carl von Malaisé
Eliane Chappuis
Uygar Tamer

(RDB)
2 Sekunden Aus sechs Tagen Dreh wurden zwei Sekunde auf der Leinwand. Immerhin durfte die 35-jährige Türkin Uygar Tamer, die seit 24 Jahren in der Schweiz lebt, einen Satz sagen: «Where do the Americans stand?»
Anatole Taubman
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