Schwulen-Verbot! Für Reithebuch sind Gays zu heiss
ZÜRICH – Die Mister Schweiz Organisation erteilt der «Europride» eine Abfuhr. Sie fürchtet, André Reithebuch könnte sich bei einer Teilnahme an der Mega-Party die Finger verbrennen.
Doch die Mega-Party in Zürich ist für den Landburschen offensichtlich zu heiss. Anfang dieser Woche erhielt das Kommitee der «Europride» von der Mister-Schweiz-Organisation die Absage.
«Kein Entscheid gegen Schwule»
Zu gross ist bei den Mister-Verantwortlichen die Angst, es könnte zu ähnlichen Spekulationen über Andrés sexuelle Vorlieben kommen, wie bei seinem Vorgänger Stephan Weiler. Dieser hat sich aktiv für die Akzeptanz von Homosexuellen eingesetzt (Blick.ch berichtete). «Ich möchte André nicht etwas Ähnlichem aussetzen», sagt Urs Brülisauer von der Mister Schweiz Organisation und betont: «Das ist aber kein Entscheid, der sich gegen Schwule richten soll.»
Für Michael Rüegg, Mediensprecher der «Europride», ist diese Befürchtung unbegründet. Er räumt zwar ein: «Es ist wirklich ärgerlich, wenn Heteros gleich als schwul abgestempelt werden, wenn sie sich auch nur ansatzweise pro-gay geben.» Doch biete Reithebuch ohnehin deutlich weniger Interpretations-Spielraum als Weiler.
Wielandt stiehlt Reithebuch die Show
Keine Berührungsängste mit der Gay-Community hat Ex-Mister-Schweiz Tim Wielandt. Er nutzt die Gunst der Stunde, sich als DJ einem internationalen Publikum zu präsentieren. Der Beau tritt an der grossen Open-Air-Party am Samstag neben europäischen Star Star-DJs auf und heizt den Gays nicht nur mit seinem Äusseren, sondern auch mit seinen Platten ein.
Für die Europride-Organisatoren ein Grund mehr, dass Reithebuch an der Gay-Parade bestens aufghoben wäre: «Ganz allein wäre André in seiner Rolle also nicht. Und die Freundin dürfte er auch mitnehmen – in solchen Dingen sind wir sehr tolerant.»
Das Europride-Weekend
Das grosses Stadtfest findet am 5. und 6. Juni mitten im Herzen von Zürich statt. Das Programm reicht von politischen Reden, über zahlreiche Show-Acts bis hin zu einer grossen Open Air Party direkt am See. Als politische Redner und Rednerinnen treten anschliessend der Politiker und Publizist Daniel Cohn Bendit, Stadträtin Corinne Mauch und die moldawischen Menschenrechtsaktivistin Mihaela Copot auf. Das Warm Up der Parade beginnt um 12 Uhr am Festgelände in der Stadt und im Club-Restaurant Acqua (Hafen Enge). Der eigentliche Beginn der Parade ist um 15 Uhr beim Hafendamm Enge und endet um 17 Uhr beim Münsterhof. Sie erstreckt sich über Mythen-Quai, General-Guisan-Quai, Bahnhofstrasse, Rudolf-Brun-Brücke, Limmat-Quai und über die Münsterbrücke und endet schliesslich auf dem Münsterplatz. Die Route umfasst 2,5 Kilometer. Danach geht die grosse Sause in zahlreichen Clubs wie dem Kaufleute oder dem Club Q weiter. Mehr Infos unter Europride 09











