André schaute in der Schule lieber aus dem Fenster
LINTHAL – Lesen und Schreiben sind nicht grad seine Stärken. Dazu steht Mr. Schweiz André Reithebuch.
Von Kaye Anthon | Aktualisiert um 12:06 | 03.06.2009
Blick: André Reithebuch, Sie sollen ein Analphabet sein. Können Sie Ihren Namen buchstabieren?
André Reithebuch: Klar! Ich bin ja kein Analphabet, sondern habe bloss eine Lese- und Schreibschwäche. Man nennt das Illettrismus.
Erklären Sie uns das.
Ich mache sehr viele Flüchtigkeitsfehler und habe im Hochdeutschen Probleme mit den Satzstellungen. Deswegen schreibe ich lieber auf Mundart, da ist es egal, wie ich schreibe.
Behindert Sie diese Schwäche im täglichen Leben?
Nein, Orts-Schilder oder Geschichten über mich kann ich ja problemlos lesen. (lacht) Und sonst schreibe ich meist am Computer – da gibts ein Rechtschreibe-Programm.
Das zeigt nicht alle Fehler an.
Stimmt. Deswegen zeige ich wichtige Briefe vorher meiner Mutter, sie korrigiert meine Fehler.
Woher kommt diese Schwäche?
Ich habe in der Schule eben lieber aus dem Fenster geschaut statt Diktate gepaukt (grinst). Deswegen waren meine Deutsch-Noten auch ungenügend.
Dann haben Sie sich einfach schlau durchgemogelt?
In der Realschule hatte ich in Mathematik, Zeichnen und Sport dafür immer 5er oder 6er. So war ich im Durchschnitt okay.
Und Ihre Eltern rügten Sie nie wegen den Deutschnoten?
Nein. Die wussten ja auch: Als Zimmermann ist Rechnen und Zeichnen wichtiger.
Stimmt es, dass Sie in Ihrem Leben erst ein Buch gelesen haben?
Ja, in der Rekrutenschule, als ich einen Kurs für Lese- und Schreibschwäche besuchte.
Haben Sie da keine Lust auf mehr Bücher
bekommen?
Nein. Ich weiss, eigentlich müsste ich Bücher lesen. Aber ich habe da wirklich keinen Bock drauf. Es gibt viel Schöneres im Leben zu tun!
André Reithebuch: Klar! Ich bin ja kein Analphabet, sondern habe bloss eine Lese- und Schreibschwäche. Man nennt das Illettrismus.
Erklären Sie uns das.
Ich mache sehr viele Flüchtigkeitsfehler und habe im Hochdeutschen Probleme mit den Satzstellungen. Deswegen schreibe ich lieber auf Mundart, da ist es egal, wie ich schreibe.
Behindert Sie diese Schwäche im täglichen Leben?
Nein, Orts-Schilder oder Geschichten über mich kann ich ja problemlos lesen. (lacht) Und sonst schreibe ich meist am Computer – da gibts ein Rechtschreibe-Programm.
Das zeigt nicht alle Fehler an.
Stimmt. Deswegen zeige ich wichtige Briefe vorher meiner Mutter, sie korrigiert meine Fehler.
Woher kommt diese Schwäche?
Ich habe in der Schule eben lieber aus dem Fenster geschaut statt Diktate gepaukt (grinst). Deswegen waren meine Deutsch-Noten auch ungenügend.
Dann haben Sie sich einfach schlau durchgemogelt?
In der Realschule hatte ich in Mathematik, Zeichnen und Sport dafür immer 5er oder 6er. So war ich im Durchschnitt okay.
Und Ihre Eltern rügten Sie nie wegen den Deutschnoten?
Nein. Die wussten ja auch: Als Zimmermann ist Rechnen und Zeichnen wichtiger.
Stimmt es, dass Sie in Ihrem Leben erst ein Buch gelesen haben?
Ja, in der Rekrutenschule, als ich einen Kurs für Lese- und Schreibschwäche besuchte.
Haben Sie da keine Lust auf mehr Bücher
bekommen?
Nein. Ich weiss, eigentlich müsste ich Bücher lesen. Aber ich habe da wirklich keinen Bock drauf. Es gibt viel Schöneres im Leben zu tun!
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