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Familie Toyloy im Glück: Stolz auf ihre Nini!

Selten war es im Vorfeld einer Miss-Wahl so schwierig, eine Favoritin auszumachen – eine Kandidatin war schöner als die andere. Der gestrige Abend in Lugano war entsprechend spannend. Am Ende triumphierte die Jüngste: Whitney Toyloy aus Yverdon VD, gerade mal 18 Jahre alt.

Aktualisiert um 15:12 | 28.09.2008


Die Romande mit amerikanischen Wurzeln überzeugte von Anfang an mit ihrem süssen, fast scheuen Lächeln und ihrer offenen, aber unaufdringlichen Art. Was die Zuschauer nicht wussten: Das Nesthäkchen unter den diesjährigen Miss-Kandidatinnen musste sich gestern Abend doppelt anstrengen. Vor zwei Jahren erlitt Whitney eine komplizierte Knöchelverletzung. Bis heute hat sie Schmerzen, wenn sie hohe Absätze trägt. In der Hauptprobe am Freitag durfte sie noch einen Verband tragen. Gestern hiess es: Zähne zusammenbeissen und tapfer lächelnd über die Bühne stöckeln.

Als das Resultat verkündet wurde, bebten Whitneys Lippen sichtlich. Und bei der Nennung ihres Namens brach sie endgültig in Tränen aus. Erst als Vorgängerin Amanda Ammann (21) ihr die Krone aufsetzte, brachte sie ein Lächeln zustande. Nur um gleich da­rauf wieder zu weinen. Missen-Mutter Karina Berger (40) musste ständig Whitneys Make-up erneuern, das durch die Tränen verschmiert wurde.

Enge Familienbande
«Wir sind alle stolz auf unsere Nini», sagte Vater Dwayne (47) nach der Krönung zu SonntagsBlick. Er gratulierte seiner Tochter als Erster und drückte ihr einen Brief in die Hand, den er ihr vor der Wahl nicht mehr hatte geben können. «Ich habe ihr geschrieben: Egal, ob sie gewinnt oder nicht, für mich bleibt sie immer die Schönste.» Der Amerikaner ist sichtlich stolz auf seinen Nachwuchs. «2011 wird meine Tochter Mathilda Miss Schweiz und 2020 meine Jüngste Ava», prophezeite er.

Nicht nur bei Whitney rollten die Tränen gestern Abend. Die ganze Familie musste dauernd zum Taschentuch greifen. Sogar Freund Karim Ulmann (22) schluchzte wie ein Schlosshund. «Ich wusste, dass Whitney gewinnt, da sie die Natürlichste von allen war», schnieft der Maschinenbaumechaniker. Er habe keine Angst, dass ihre Beziehung kaputtgehe – obwohl die beiden erst seit kurzem zusammen sind. «Ich arbeite oft im Ausland. Wir sind es uns also gewohnt, voneinander getrennt zu sein», so Karim. Kennengelernt haben sich Whitney und er vor vier Jahren im Türkei-Urlaub. Sie behielten Kontakt, vor drei ­Monaten funkte es.

Gymnasium unterbrechen
«Das alles ist ein Traum, ich realisiere es noch gar nicht», stammelte Whitney ständig. «Ich bin superglücklich und traurig gleichzeitig – denn ich habe Angst, meine Freunde und meine Familie zu verlieren. Ich bin doch erst 18 und ein Mädchen wie alle andern.» Während die Journalisten sie umringen, muss Karina Berger der jungen Miss ständig die Hand halten.

Fast schon dramatisch die Szenen, als Whitney bewusst wird, dass dieser Tag die Abnabelung von Familie und Umfeld bedeutet und sie einen Schritt vor dem Erwachsensein ist. Die neue Miss steht ein Jahr vor der Matura. Das Gymnasium wird sie nun unterbrechen müssen und die mittlere Reife nach dem Amtsjahr nachholen. Bis dahin ist sie um so viele Erfahrungen reicher und reifer, dass sie ihr bittersüsses Weinen an diesem schicksalhaften Tag gar nicht mehr verstehen wird.
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Whitney im Chat

Fragen an die schönste Schweizerin? Die neue Miss Schweiz Whitney Toyloy wird unseren Lesern am Montag zwischen 12 und 13 Uhr auf Blick.ch Red und Antwort stehen.

Das strahlende Lächeln der Siegerin.
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Trotz Freund Karim flossen die Tränen.
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Die neue Miss Schweiz, Whitney Toyloy, bei der Krönung.
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Die Familie jubelte natürlich mit.
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Die frischgebackene Königin im Konfettiregen.
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