Jacksons Leibarzt: Conrad Murray plädiert auf «nicht schuldig»
LOS ANGELES – Heute wurde Anklage gegen Michael Jacksons früherer Leibarzt, Conrad Murray, erhoben. Der Kardiologe plädierte vor Gericht auf «nicht schuldig».
Aktualisiert um 07:59 | 09.02.2010
Er soll mit einer Injektion des Narkosemittels Propofol den Herzstillstand des 50-jährigen Popstars verursacht haben. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.
Der Mediziner habe ungesetzlich, aber ohne «bösartigen Vorsatz» gehandelt, hiess es in einer Erklärung der Distrikt- Staatsanwaltschaft der kalifornischen Metropole. Für fahrlässige Tötung drohen in dem Westküstenstaat bis zu vier Jahre Haft.
Im Gericht hatten sich Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Tito und LaToya eingefunden. Demonstranten schwenkten vor dem Gebäude Spruchbänder mit Parolen wie «Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!»
Die Polizei hatte sieben Monate lang im Todesfall Jackson ermittelt. Murrays Praxen in Las Vegas und Houston wurden durchsucht.
Bei der Autopsie von Jacksons Leichnam war nach Justizangaben eine «tödliche Dosis» von Propofol festgestellt worden. Das Mittel wird in der Medizin zur Narkose vor Operationen eingesetzt und soll nur im Krankenhaus verabreicht werden.
Als Schlafmittel ist Propofol laut Experten nicht geeignet. Murray gab in den Verhören stets zu, dem Star Propofol gespritzt zu haben, dies sei aber auf dessen wiederholte und ausdrückliche Aufforderung hin geschehen. Jackson litt unter schwerer Schlaflosigkeit, er nahm das gefährliche Mittel als Einschlafhilfe.
Jacksons Familie hatte bereits vor Tagen kritisiert, dass die Klage gegen den Arzt nur auf den relativ schwachen Straftatbestand fahrlässige Tötung lauten solle. Eine Anklage etwa wegen Totschlags würde eine schwerere Strafe nach sich ziehen.
Familienanwalt Brian Oxman bezeichnete die Anklage als «Schlag ins Gesicht». Der Arzt hätte dem Star niemals das Narkosemittel geben dürfen, weil «bekannt war, dass Jackson Gefahr lief, durch solche Medikamente zu Tode gebracht zu werden». (SDA)
Der Mediziner habe ungesetzlich, aber ohne «bösartigen Vorsatz» gehandelt, hiess es in einer Erklärung der Distrikt- Staatsanwaltschaft der kalifornischen Metropole. Für fahrlässige Tötung drohen in dem Westküstenstaat bis zu vier Jahre Haft.
Im Gericht hatten sich Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Tito und LaToya eingefunden. Demonstranten schwenkten vor dem Gebäude Spruchbänder mit Parolen wie «Die Welt fordert Gerechtigkeit für Michael!»
Tödliche Dosis Propofol
Die Polizei hatte sieben Monate lang im Todesfall Jackson ermittelt. Murrays Praxen in Las Vegas und Houston wurden durchsucht.
Bei der Autopsie von Jacksons Leichnam war nach Justizangaben eine «tödliche Dosis» von Propofol festgestellt worden. Das Mittel wird in der Medizin zur Narkose vor Operationen eingesetzt und soll nur im Krankenhaus verabreicht werden.
Als Schlafmittel ist Propofol laut Experten nicht geeignet. Murray gab in den Verhören stets zu, dem Star Propofol gespritzt zu haben, dies sei aber auf dessen wiederholte und ausdrückliche Aufforderung hin geschehen. Jackson litt unter schwerer Schlaflosigkeit, er nahm das gefährliche Mittel als Einschlafhilfe.
«Schlag ins Gesicht» für die Familie
Jacksons Familie hatte bereits vor Tagen kritisiert, dass die Klage gegen den Arzt nur auf den relativ schwachen Straftatbestand fahrlässige Tötung lauten solle. Eine Anklage etwa wegen Totschlags würde eine schwerere Strafe nach sich ziehen.
Familienanwalt Brian Oxman bezeichnete die Anklage als «Schlag ins Gesicht». Der Arzt hätte dem Star niemals das Narkosemittel geben dürfen, weil «bekannt war, dass Jackson Gefahr lief, durch solche Medikamente zu Tode gebracht zu werden». (SDA)
Das sagen Blick.ch-Leser
- Rahel Larbi, Bottmingen - 11:13 | 09.02.2010
- » Michael Jackson möge in Frieden ruhen. Der Rest der Familie Jackson möchte doch zuerst den eigenen Dreck vor der Haustüre putzen, bevor sie nun auf den Arzt losgeht. Der Arzt wird eine Teilschuld haben, aber die geldgierige Familie wird genauso daran schuld haben
- Franz Ammann, Dietlikon - 20:12 | 08.02.2010
- » Die PROPOFOL Dosis die Murry spritzte war lediglich ein Viertel von dem was wir Tagtäglich bekommen für eine kurze Narkose. Ausschlaggebend war der Medikamenten-Cocktail, Wer Michael was gegeben hatte und er selbst genommen hat und dies dem Arzt gegenüber Verschwieg wird für immer offen bleiben, daher wird er Vermutlich Freigesprochen. Im Zweifel für den Angeklagten und wer tötet schon absichtlich eine Milch/Geld-Kuh?
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