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Hammerauftritt in Montreux: Prince wieder König

Von Oliver Schmuki | Aktualisiert um 10:16 | 17.07.2007

MONTREUX VD – Er ist einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Und er weiss es. US-Mega-Star Prince (49) krönte gestern das Jazz Festival.



Prince: In Aktion in Montreux. (Reuters)
Prince: In Aktion in Montreux. (Reuters)
Grosser Aufruhr gestern um das klein gewachsene Musik-Genie. Der «Petit Prince» versetzt ganz Montreux in Ausnahmezustand. Als um 16 Uhr die Abendkasse aufgeht, wird gekreischt und gesungen. Die Fans sind aus ganz Europa angereist.

Manche campierten schon am Vorabend vor den Festivaltüren. 129 Franken kostet ein Stehplatz – ein Zigfaches bezahlte man auf dem Schwarzmarkt. Die regulären Tickets waren innert 10 Minuten nach Eröffnung des Vorverkaufs weg.

Riesenwirbel gibt es auch um Princes neustes Album «Planet Earth». Dieses liess der Künstler letzten Sonntag in dreifacher Millionenauflage der englischen Zeitung «Mail on Sunday» beilegen – gratis!

Prince empfinde Verkaufscharts nur als eine Konstruktion der Musikindustrie, die wenig oder keine Bedeutung für Künstler und Fans habe, sagt ein Sprecher des Stars. «Das einzige Ziel von Prince ist es, Musik direkt zu denen zu bringen, die sie hören wollen.»

Bis jetzt waren das über 100 Millionen eigene Tonträger. Prince komponierte aber auch für andere Hits. Etwa «Nothing Compares 2 U» für Sinéad O’Connor.

Mit Prince ist wirklich nichts zu vergleichen. Das liegt auch an seinen Spleens. So verlangt der Ehrengast aus Minneapolis fürs Essen ausschliesslich farbige Stoffservietten. Kein Papier!

Ebenfalls fordert er ei-ne Original-US-Popcorn-Maschine. Glück für Festivalgründer Claude Nobs (71). In seiner Sammlung alter Slotmachines hats auch das. Aber das Gerät war kaputt. Ein Mechaniker musste es erst reparieren.

«Einem Künstler dieser Liga gewähren wir natürlich eine Carte blanche», sagt Mediensprecher Francesco Laratta. Soll heissen, Prince bekam einen Blankocheck für sein Konzert. Darf auf der Bühne tun und lassen, was er will.

Gestern Abend bedankte er sich mit einem Hammerkonzert im Auditorium Stravinski.

Kaum betrat er mit seiner Band die Bühne, ging die Post ab. Und 4000 Fans huldigten ihrem Prinz wie einem König.
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Am Nachmittag standen hunderte von Fans an, um eine der wenigen Restkarten zu ergattern. Das Prince-Konzert war innerhalb von 10 Minuten ausverkauft. (Reuters)
Am Nachmittag standen hunderte von Fans an, um eine der wenigen Restkarten zu ergattern. Das Prince-Konzert war innerhalb von 10 Minuten ausverkauft. (Reuters)
Die Zuschauer warteten geduldig auf den Beginn des Konzerts. (Keystone)
Die Zuschauer warteten geduldig auf den Beginn des Konzerts. (Keystone)
Nach dem Soundcheck verliess Prince das Auditorium Stravinski und fuhr im Wagen davon. An der Show am Abend waren keine Fotografen zugelassen. (Reuters)
Nach dem Soundcheck verliess Prince das Auditorium Stravinski und fuhr im Wagen davon. An der Show am Abend waren keine Fotografen zugelassen. (Reuters)

Superstar seit «Purple Rain»

Am 7. Juni 1958 wird Prince Rogers Nelson in Minneapolis geboren. Den grossen musikalischen Durchbruch hatte er mit den Singles «1999», «Little Red Corvette» und «Delirious». Sein grösster Hit war «Purple Rain» (1984). Damit wurde er zum Superstar. Mehr als 10 Millionen verkaufter Einheiten, 24 Wochen in der Charts-Poleposition. 1985 erhielt der 1,57 Meter grosse Prince einen Oscar.

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