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Keine halbbekleideten Girls, keine Endlos-Schleife der Super-VIPs, keine Gala-Teppich-Plattitüden. Dafür aber interessante neue Gesichter, viel Talent und ein paar denkwürdige Sätze: Das bot gestern die Premiere von «The Kite Runner», Marc Fosters Verfilmung des Bestsellers «Drachenläufer», der vom afghanischen Schriftsteller Khaled Hosseini geschrieben wurde.
Selbstredend erschien Forster höchstpersönlich zur Präsentation seines neusten Babys – und nahm sich Zeit für die Reporter. Auf die Frage, was der Film über ihn persönlich sage, meinte er: «Ich versuche mich mit der Erde zu verbinden, mit dem Boden und zu sagen: ‹Ich bleibe hier.› Geschichten wie ‹The Kite Runner› verbinden mich mit der Erde, weil ich fühle, dass es noch so vieles gibt, das getan werden muss. So vieles...». Und unser Mann in Hollywood ergänzte weiter: «Wir leben in harten Zeiten. Aber es ist wichtig, Hoffnung, Heilung und Vergebung zu haben. Denn wir leben alle in unseren kleinen Filme und unsere kleinen Filme sind erlösend.»
Der britische Schauspieler und «Kite Runner»-Star Khalid Abdalla war beim Gang über die rote Film-Meile sogar in Schwärm- und Witzel-Laune. «Marc hat mit so vielen grossartigen Schauspielern zusammengearbeitet – von Will Ferrell über Dustin Hoffman, Kate Winslet, Emma Thompson bis zu Johnny Depp. Ich kann es kaum glauben, dass ich irgendwo auf dieser Liste bin. Wenn man sie alphabethisch ordnet, bin ich glaub sogar am Anfang», so der Mann.
Vier wichtige Mitglieder von «The Kite Runner» (startet bei uns am 17. Januar) verpassten jedoch den grossen Premieren-Augenblick: die jugendlichen afghanischen Hauptdarsteller. Diese befinden sich zurzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nachdem sie aus Kabul evakuiert werden mussten, weil eine Vergewaltigungsszene im Film zu einer hitzigen Kontroverse geführt hat. (gsc)
Video: «The Kire Runner»-Premiere
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