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Sie sind nervös und haben Heimweh nach Estland. In der «Ex»-Bar war die Chefin, die ehemalige Porno-Queen Bettina Campbell (31) überrascht, als die «Ninjas» zu ihr in die Bar kamen und dort eine Pressekonferenz abhielten. «Heisse Privatpartys organisierten wir schon viele, eine Pressekonferenz hingegen noch nie», sagte sie. BLICK sprach mit der Ninja-Sängerin Lenna (19).
BLICK: Na, bereit für den Eurosong- Contest in Kiew?
LENNA: «Wir üben das Stück ‹Cool Vibes› jeden Abend auf dieser Tournee. Für die Show in Kiew haben wir uns aber noch etwas Spezielles einfallen lassen, das ich hier noch nicht verraten darf. Es soll eine Überraschung sein.»
Wie sind Sie zur Ehre gekommen, die Schweiz zu vertreten?
«Das Schweizer Fernsehen hat unseren Produzenten David Brandes angefragt und ihm ein Angebot gemacht. Brandes war begeistert. Und wir sind es auch.»
Brandes macht zurzeit mit dubiosen Machenschaften von sich reden. Er soll eigene CDs gekauft und so die Hitparade manipuliert haben. Wussten Sie davon?
«Nein, sicher nicht. Wir haben mit David seit Wochen keinen Kontakt gehabt. Seit diese Geschichte bekannt wurde, haben wir nicht mehr mit ihm gesprochen.»
In Deutschland ermittelt MediaControl gegen ihn.
«Es wäre schlimm, wenn die Vorwürfe stimmen. Anderseits munkelt man, dass es in dieser Branche üblich ist, eigene CDs zu kaufen, um künstlich einen Hype um eine Band zu erzeugen.»
Bleibt Brandes Ihr Produzent?
«Hmh. Kein Kommentar.»
Warum nicht?
«Kein Kommentar.»
Stimmt es, dass Sie nicht weit von Brandes in Weil am Rhein in Süddeutschland wohnen?
«Momentan leben wir vor allem in Hotels. Zuvor aber wohnten wir für fast ein Jahr in Weil am Rhein. Nach dem Eurosong ziehen wir zurück nach Estland.»
Warum?
«Weil wir Heimweh haben. Mit dem Heimweh umzugehen, ist das Härteste in diesem Job.»
Sind Ihre estnischen Landsleute nicht sauer, weil Sie für die Schweiz antreten?
«Das haben wir befürchtet. Doch mittlerweile sind sie stolz auf uns.»
Wie gut können Sie von der Musik leben?
«Anständig. Aber wir sind keine Millionäre. Wir brauchen nicht viel zum Überleben.»
Die Girlie-Band Vanilla Ninja am vergangenen Samstag vor ihrem Konzert im Zürcher Volkshaus.- Paolo Foschini