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Die Schweiz ist im Bond-Fieber. Schon lange vor dem ersten Schweizer Bond-Regisseur und dem ersten Schweizer Bond-Bösewicht waren James Bond und die Schweiz untrennbar verbunden.
Und zwar bereits bevor es Bond überhaupt gab! Das schreiben Michael Marti und Peter Wälty, die Autoren des Buches «James Bond und die Schweiz» (erscheint in Kürze im Echtzeit Verlag). Bond-Schöpfer Ian Fleming (†1964) verlobte sich Anfang der 1930er-Jahre mit der Schweizerin Monique Panchaud de Bottens. Zwar heirateten sie nicht – doch er machte sie in seinen Büchern zur Mutter von 007. Bond ist also halber Schweizer!
Ansonsten war Fleming der Schweiz nicht wohlgesinnt – nicht zufällig hat Oberbösewicht Ernst Stavro Blofeld den roten Pass und operiert von der Schweiz aus. «Sie wissen ja, wie die Schweizer sind», meint Bond in «On Her Majesty’s Secret Service» lakonisch – und meint damit geldgierig, Nato-feindlich und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Ganz anders das Verhältnis der Bond-Filmindustrie zu unserem Land: Diesem Aspekt widmet sich der zweite, längere Teil des Buches. Unzählige noch nie zuvor gezeigte Bilder aus Privatarchiven zeigen, wie unverzichtbar wichtig Land und Leute für die Crew waren.
Da erfahren wir etwa, dass der Luzerner Set-Arzt Heinrich Stäbler sich beim «Goldfinger»-Dreh über Sean Connerys Toupet wunderte (der war damals erst 34 Jahre alt). Oder dass das Personal im Hotel «Bergidyll» leicht düpiert war, als «das englische Fräulein», Bond-Girl Tania Mallet, etwas gar «ungeniert» rauchte. Und dass die Schweizer Stunt-Skifahrer (viele aus den Dörfern rekrutiert) für «On Her Majesty’s Secret Service» oft angetrunken waren – weil sie Whisky wunderbar fanden und dieser dank Bond-Crew erst noch gratis war.
Und wir sehen, dass die Ankunft eines Bond-Girls (oder auch nur eines Bond-Autos) schon in den 1960er-Jahren die gesamte Schweizer Presse auf Trab hielt. «James Bond und die Schweiz» erzählt eine lange, lustige und erfolgreiche Beziehung – die hoffentlich noch nicht zu Ende ist. Wie heisst es doch am Schluss der Filme? «James Bond will return!»
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Das neue Buch: James Bond und die Schweiz (Archiv Schilthornbahnen/Privatarchiv H. Holzhauser/Echtzeit Verlag)